Bei minus 35 Grad wurde Zaff ganz warm
Die Schibobfahrerin Lisa Zaff holte in Nauders ihre Weltcupsiege Nummer zwei und drei.
SCHIBOB. "Voll cool und voll kalt" war es für Lisa Zaff am vergangenen Sonntag in Nauders (Tirol). Bei minus 35 Grad bibberte die Köflacherin mit ihrem Schibob beim Riesenslalom am Start. "Im Ziel war mir aber nicht mehr kalt", sagt Zaff. Grund für den gefühlten Temperaturanstieg war ihr erst zweiter Weltcupsieg nach mehr als sechs Jahren. "Ich habe es gar nicht glauben können."
Mit ordentlich Selbstvertrauen fuhr die Athletin des SBC Weststeiermark an diesem Tag auch beim zweiten Rennen, einem Super-G, zum Sieg. "Ich bin locker hinuntergefahren und war gar nicht nervös", erzählt die 23-Jährige. In Nauders, wo Zaff im Vorjahr zwei Mal WM-Bronze holte, spielte alles mit: "Mein Schier waren wahnsinnig schnell. Die Piste, der Schnee, der Kurs, es hat einfach alles gepasst."
Nach diesem Wochenende der Extreme - "die Kälte und gleich zwei Siege auf einmal" - blieb jedoch keine Zeit zum Feiern. Nach den Rennen ging es sofort wieder nach Hause in die Weststeiermark. "Das hole ich aber sicher noch nach." Bei dieser Gelegenheit kann sie auch gleich auf ihre Weltcupführung anstoßen. Nach insgesamt vier Rennen liegt Zaff zum ersten Mal in ihrer sportlichen Karriere an der Spitze. "An den Gesamtsieg denke ich jetzt aber noch nicht. Es wäre ein Hit, aber ich gehe einfach meinen Weg. Unter den ersten drei will ich auf jeden Fall bleiben", sagt Zaff.
Dieses Ziel kann sie ab 22. Februar in Brenna (POL) wieder verfolgen, bis dahin legt der Weltcup eine Pause ein. Die Weststeirerin ruht sich jedoch nicht aus: "Ich bin gewohnt, jedes Wochenende auf dem Schibob zu sitzen. Ich brauche das." An diesem Sonntag fährt sie beim Austria Schibob Cup in Russbach. Nächstes Wochenende stehen die Landesmeisterschaften am Salzstiegl an.
Ihr Teamkollege Michael Höller belegte beim Riesenslalom den neunten und beim Super-G den elften Platz.
DANIELA KAINER













