Gemeindeführung in Lassing kritisiert Landeswahlbehörde
In Lassing muss die Gemeinderatswahl vom 21. März wiederholt werden. Die Landeswahlbehörde stellte Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe fest. In Schladming und Krieglach kommt es zu Mandatsverschiebungen.

Foto © Helmut Weichselbraun/Sujet
Die Landeswahlbehörde hatte Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe durch Personen aus einem Pflegeheim festgestellt, weshalb alle rund 1.450 Wahlberechtigten am 4. Juli noch einmal zur Urne gerufen werden. Die Gemeindeführung ist empört und wirft der Behörde vor, schlampig ermittelt zu haben.
"Höchst unglücklich" über Wahlwiederholung
Laut Vizebürgermeister Engelbert Schaunitzer (V) geht es um 36 Patienten des Bezirkspflegeheims, die von der Heimleitung als nicht in der Lage an der Wahl teilzunehmen eingestuft wurden. Ein diesbezügliches Attest hätte aber an die Wahlbehörde erfolgen müssen. "Das Pflegeheim ist ein eigener Sprengel, es hätte eine Neuaustragung im Sprengel gereicht", so der Vizebürgermeister am Dienstag, der wie Bürgermeister Friedrich Stangl (V) "höchst unglücklich" über die Wahlwiederholung ist. Schaunitzers Vorwurf an die Landeswahlbehörde: "Man hat sich nicht gar so gut erkundigt".
Weniger aufwendig, aber dennoch von einiger Tragweite sind zwei Korrekturen der Behörde in Schladming und Krieglach: In Schladming wurden SPÖ und ÖVP je eine Stimme zuerkannt, nach d'Hondt bekamen jetzt die Sozialdemokraten ein Mandat mehr (4 statt 3 Mandate) und die Volkspartei eines weniger (13 statt 14 Mandate). In Krieglach profitierten die Grünen, weil zwei gültige Stimmen (für ÖVP und Namensliste) als ungültig erkannt wurden. Somit wanderte ein Mandat, das per Losentscheid zunächst an die ÖVP gefallen war, zu den Grünen, die damit einen Sitz im Gemeinderat ergattert haben.








