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Millionen, die plötzlich erscheinen Neun Landesräte, neun Bundesräte Voriger Artikel Landtagswahl: 11/20 Nächster Artikel Der Auftrag lautet: Sparen Finanzen für SPÖ, Spitäler an ÖVP
Zuletzt aktualisiert: 21.10.2010 um 05:00 UhrKommentare

Partnerschaften gesucht

Bettina Vollath zu Finanzen: "Werde Punchingball sein."

Bettina Vollath (SP): Finanzen und Integration

Foto © Jürgen FuchsBettina Vollath (SP): Finanzen und Integration

Sie stehen mit einem Rucksack von fast 900 fehlenden Millionen da. Wie geht es Ihnen damit?

BETTINA VOLLATH: Es ist eine unglaublich große Verantwortung, die ich da übernehme, aber ich übernehme sie ja nicht alleine, sondern SPÖ und ÖVP gehen das miteinander an.

Wie wollen Sie das schaffen?

VOLLATH: Die Verwaltung hat die Vorarbeiten erbracht. Das müssen wir uns jetzt gut anschauen.

Wie definieren Sie Ihre Rolle?

VOLLATH: Das Haus Steiermark wird neu gebaut, aber es soll auch ohne Schnörkel an der Fassade gut bewohnbar sein. Es muss daher sozial gerecht gespart werden.

Sie sind also das Korrektiv?

VOLLATH: Ich werde sicher in manchen Fällen Punching-Partnerin sein. Das ist meine Verantwortung. Und es wird ein schmerzhafter Prozess.

Trifft der "Rasenmäher" alle Ressorts gleich?

VOLLATH: Die Politik darf sich auch in Zeiten dringender Einsparungsnotwendigkeiten nicht den politischen Gestaltungsspielraum nehmen lassen, sonst schafft sie sich selber ab. Wir haben sogar ein neues Ressort, die Integration, geschaffen.

Was ist da Ihr Ziel, am Ende der fünf Jahre?

VOLLATH: Ich bin die Integrationslandesrätin, aber Erfolg werde ich nur haben, wenn ich viele Partnerschaften eingehen kann. Ich werde also in Gesprächen mit der Verwaltung den Ist-Stand erheben und die gemeinsame Haltung in einer "Charta" festhalten, damit wir alle vom selben reden. Dann geht es um konkrete Maßnahmen, um das System fit zu machen, mit dem Thema umzugehen.

Wie wollen Sie in die Bevölkerung wirken?

VOLLATH: Integrationspolitik ist eigentlich Sozialpolitik, die keinen benachteiligt, auch nicht Inländer. Wir werden Vorwürfe hinterfragen, aufklären und allenfalls Ungerechtigkeiten beseitigen. INTERVIEW: C. GIGLER, CLAUS ALBERTANI


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