Bezirk wurde umgefärbt
Am Wahlsonntag lag die SPÖ hauchdünn vor der Volkspartei - nach Auszählung der Briefwahlstimmen haben die Schwarzen die Nase vorne.

Foto © AP
Fünf Stimmen Vorsprung konnten die Sozialdemokraten am Wahlabend ins Ziel retten, die vorsichtige Freude darüber währte aber nur bis zur Auszählung der Briefwahlstimmen, die bis Montag, Punkt zwölf Uhr, eingelangt sein mussten.
Nach dem endgültigen Ergebnis ist die Freude jetzt auf Seiten der ÖVP - der Bezirk wurde mit 56 Stimmen Überhang auf Schwarz umgefärbt. Wesentliche Ursache sind die desaströsen Einbrüche der Sozialdemokraten im Ausseerland, das traditionell eher rote Wahlvolk verweigerte diesmal die Gefolgschaft, der Wahltag wurde zum Zahltag für die LKH-Debatte und den Kampf um den Bestand der Chirurgie, bei dem die Roten nicht in der ersten Reihe zu finden waren.
"Im Jahr 2005 lagen wir gut 1500 Stimmen hinter der SPÖ, jetzt haben wir die Umkehr geschafft, das ist für uns natürlich sehr erfreulich", kommentiert Mario Haar, ÖVP-Bezirksgeschäftsführer das Ergebnis. Zu denken gibt ihm und seiner Partei aber der Umstand, "dass von den im Bezirk rund 4500 ausgefolgten Briefwahlkarten über 600 nicht eingelangt sind". Über die Ursachen könne nur spekuliert werden. "Möglich sind Verzögerungen bei der Post, die verspätete Aufgabe, aber auch, dass die Kuverts schlicht irgendwo verschwinden", so Haar. Nicht plausibel sei für ihn, "dass sich Wähler zuerst Wahlkarten holen, aber dann nicht wählen". Dies werde auch vorkommen, "aber über 600 Personen, das ist kaum vorstellbar". Das endgültige Bezirksergebnis: SPÖ 40,06 Prozent (-4,25), ÖVP 40,19 (-0,95), KPÖ 2,50 (-0,34), Grüne 4,47 (+ 1,33), FPÖ 9,29 (+4,47), BZÖ 2,21 (+0,39).



















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