Missbrauch: Kapellari bittet alle Opfer, sich zu melden
Der steirische Bischof zeigt sich tief betroffen von aktuell bekannt gewordenem Missbrauchsfall eines Kapuzinerpaters. Er bittet alle Opfer um Verzeihung und bittet sie, sich zu melden.

Foto © KanizajDer steirische Bischof zeigt tief betroffen
Tief betroffen" über jenen am Dienstag bekannt gewordenen Missbrauchsfall eines Kapuzinerpaters hat sich der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari gezeigt. In einer Presseaussendung der Diözese Graz-Seckau vom Dienstagabend verweist Bischof Kapellari laut Kathpress auf den unbedingten Willen der Bischöfe, alle Fälle von sexuellem Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter aufzuarbeiten: "Wir bitten alle Opfer ausdrücklich um Verzeihung und bitten sie, sich zu melden."
Wie es in dem Bericht der Wochenzeitung "Der Falter" heißt, seien in den späten 1970er und 1980er Jahren bis zu zwanzig Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts von dem Kapuzinerpater sexuell missbraucht oder belästigt worden. Der Pater war vor 25 bis 30 Jahren als Pfarrer in der Oststeiermark tätig gewesen. Laut dem Bericht hat der Priester, der mittlerweile seit über 20 Jahren im Burgenland tätig ist, die mittlerweile verjährten Vorfälle bestätigt.
Fall sei nicht bekannt gewesen
Wie es in der Presseaussendung der Diözese Graz-Seckau heißt, sei dieser Fall bisher weder der diözesanen Ombudsstelle noch den diözesanen Verantwortlichen bekannt gewesen.
Kapellari verweist in der Aussendung auf die jüngste Erklärung der österreichischen Bischöfe, in der allen Respekt gezollt wird, "die bereit sind, über ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch im kirchlichen Umfeld zu sprechen. Es ist nur zu erahnen, wie viel Überwindung und Mut es braucht, die Erinnerung an erlittenen Missbrauch in Worte zu fassen."















