Bezirks- und Gemeindesuche
Zweiter Urnengang in Lassing: FPÖ als Gewinner
In Lassing musste am Sonntag noch einmal gewählt werden. Der parteifreie KPÖ-Kandidaten Dreher brachte den Stein ins Rollen. Er schaffte es jedoch nicht in den Gemeinderat. Auch die ÖVP verlor ein Mandat an die FPÖ.

Foto © Reuters/Sujet
In der obersteirischen Gemeinde Lassing musste am Sonntag noch einmal gewählt werden. Angefochten wurde die Gemeinderatswahl durch den parteifreien KPÖ-Kandidaten Arnold Dreher, die Wahlbehörde hat seinem Begehren stattgegeben.
Für den streitbaren Lassinger hat sich der wiederholte Wahlgang jedoch nicht bezahlt gemacht. Er verlor gegenüber dem 21. März und erreichte nur 41 Stimmen, zuvor waren es 57, somit wird er wieder nicht in den Gemeinderat einziehen. Auch die ÖVP rund um Bürgermeister Friedrich Stangl verlor. Ein Mandat wanderte von der Volkspartei zu den Freiheitlichen. Die ÖVP hält nun bei neun (670 Stimmen), die FPÖ bei vier (277 Stimmen) und die SPÖ zwei (145 Stimmen) Mandaten. Für Stangl dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis, immerhin habe man gegenüber der Wahl 2005 ein Mandat gewonnen. "Ich möchte mich noch einmal bei allen Lassingern bedanken, die auch heute wieder die Wahl so ernst genommen haben" so Stangl. Insgesamt sei aber ein zweiter Urnengang seiner Meinung nach nicht nötig gewesen.
Hohe Wahlbeteiligung
Erfreut zeigt man sich in Lassing auch über eine annähernd gleiche Wahlbeteiligung wie im März. Nur 1,7 Prozent weniger, also 79,54 Prozent, aller Berechtigten gingen zur Urne. Im Vorfeld hatte die Gemeinde befürchtet, die Bürger nicht noch einmal mobilisieren zu können.
Stein des Anstoßes war die Wahl im Bezirkspflegeheim Döllach. Dreher hat in seinem Einspruch angeführt, dass im Pflegeheim, Wahlsprengel vier, "offensichtlich demenzkranke Personen" gewählt hätten. "Stimmt nicht", konterte der Gemeindewahlleiter in seiner Gegenschrift an die Behörde, die Wahlfähigkeit sei von der Ärztin Karin Salfellner im Vorfeld überprüft worden. Fazit: Es wurde eine Liste mit 36 Personen erstellt, "die aus gesundheitlichen Gründen an der Wahl nicht teilnehmen können". Damit seien diese im Wählerverzeichnis eingetragenen Personen aus Sicht der Landeswahlbehörde nicht zur Wahl zugelassen worden. Über die Zulassung könne aber nur die Wahlkommission entscheiden. Doch nicht nur die Unregelmäßigkeiten im Pflegeheim führten zum Bescheid der Wahlbehörde. Es wurde auch beanstandet, dass es in einem weiteren Wahllokal zu Störungen während der Auszählung der Stimmen kam.
Landeswahlbehörde zufrieden
Die Landeswahlbehörde hat beim zweiten Wahlgang nichts dem Zufall überlassen und war in allen Wahllokalen der Gemeinde vertreten. Im Pflegeheim hat die Wahlkommission über die Wahlfähigkeit der Personen entschieden, sofern diese zur Urne gehen wollten. "Dieses Mal sei alles rechtmäßig abgelaufen" so der Leiter der Landeswahlbehörde Manfred Kindermann, der persönlich anwesend war. Das Wahllokal im dem man Störungen bei der Auszählung geortet hatte, wurde am Sonntag in die das Gemeindeamt verlegt. Auch hier sei alles ohne Probleme abgelaufen.
















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