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Zuletzt aktualisiert: 11.03.2010 um 21:21 UhrKommentare

Demokratie als Wunsch, der alle eint

Vier Parteien, ein Ziel: In den Feldbacher Gemeinderat mögen wieder gute Umgangsformen einziehen. Die SPÖ blieb der Diskussion fern.

Die Spitzenkandidaten der Feldbacher Gemeinderatswahl

Foto © SchleichDie Spitzenkandidaten der Feldbacher Gemeinderatswahl

Auf Einladung der Kleinen Zeitung fanden sich die Spitzenkandidaten der bevorstehenden Gemeinderatswahl zur Podiumsdiskussion im Gasthaus Kleinmaier in Gniebing-Weißenbach ein. Während draußen der Winter noch einmal für Kälte und Schnee sorgte, kamen Christian Ortauf (ÖVP), Bernd König (FPÖ), Arnold Hafner (die Grünen) und Mario Fößl (BZÖ) drinnen im Saal gemeinsam mit dem Publikum rasch zur Sache. Dass Bürgermeister Kurt Deutschmann (SPÖ) der Diskussion mit der Begründung "mein Marketing sieht die Teilnahme nicht vor" ferngeblieben war, ließ zwar Verwunderung und Kritik laut werden, bestätigte aber nach Ansicht der Diskutanten, den seit Jahren herrschenden Eindruck. Und so wurde zu Beginn unisono der Wunsch laut, dass "endlich wieder Demokratie im Gemeinderat einzieht, dann können wir auch über Sachthemen zielführend reden".

Von Helmut Steiner, Kleine-Redakteur und Moderator des Abends, nach ihren Schwerpunkten gefragt, führte Christian Ortauf die Infrastruktur der Stadt in Form von Parkplätzen und Verkehrskonzept an: "Derzeit ist unsere Wirtschaft nicht erreichbar. Wir brauchen mehr Parkplätze, die aber in eine Gesamtlösung, die eine Entlastung für Wohngebiete vorsieht, eingebettet sein müssen."

Tote Stadt

Ein besseres Angebot für Kinder und Jugendliche wünscht sich Arnold Hafner: "Feldbach ist, was Jugendkultur anbelangt, eine tote Stadt. Wir wollen gemeinsam mit der Jugend ein Konzept erarbeiten, das junge Leute in der Stadt hält." Für Bernd König haben Wirtschaft und Tourismus hohen Stellenwert: "Ich sehe viele leere Geschäfte und wir haben wenig, das wir unseren Gästen bieten können. Mir schwebt ein Technologiepark vor, wir müssen Arbeitsplätze schaffen und nicht Pendlerparkplätze bauen."

Nicht unerwartet schließlich die Forderung von Mario Fößl nach einer Sicherheitswache und Kinderspielplätzen: "Nichts hat sich auf dem Platz verändert, auf dem ich vor 30 Jahren gespielt habe." Die Sicherheit für gewährleistet hält hingegen Grünen-Spitzenkandidat Hafner: "Laut Polizei gibt es einen Rückgang der Einbrüche, Angstmache hat nicht viel Sinn", während FP-Vertreter König den Stadtpolizisten von einst, der mit dem Säbel durch die Stadt schritt sowie ein Orgnungsamt, erwärmen kann. Lieber auf Integration und das gemeinsame Überlegen von Problemlösungen angesichts des hohen Ausländeranteils in der Stadt Feldbach möchte hingegen VP-Stadtparteichef Ortauf setzen.

Auf die Frage aus dem Publikum nach möglichen Koalitionen nach dem 21. März können sich die Grünen Gespräche mit der SPÖ dann vorstellen, wenn der Spitzenkandidat nicht mehr Kurt Deutschmann heiße, zeigt sich die FPÖ nach allen Seiten gesprächsbereit, das BZÖ dann, wenn der Bürgermeister von seinem hohen Roß heruntersteige und will die ÖVP das Votum der Wähler abwarten.

Ganz klar hingegen formuliert Christian Ortauf der Anspruch, am 21. März Bürgermeister von Feldbach zu werden, peilen Arnold Hafner und Bernd König je ein zweites Mandat an und hofft Mario Fößl auf den Einzug ins Stadtparlament.

REGINA TRUMMER

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