Bezirks- und Gemeindesuche
"Elefantenrunde" tagte in Ratten
Die Spitzenkandidaten in Ratten haben große Pläne. Die Frage, die blieb, ist, wie sich alles auf einmal finanzieren lässt.
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Spannend wird in Ratten die Gemeinderatswahl, sind ÖVP und SPÖ dort doch mit jeweils sieben Sitzen im Gemeinderat gleich stark vertreten und geht neben der FPÖ (ein Mandat) doch auch eine Bürgerliste ins Rennen. Nicht minder spannend war demnach auch die Gemeinderatswahl-Diskussion der Kleinen Zeitung in Ratten.
Schließlich gab es mehrere Themen, die den gut 100 Besuchern der "Elefantenrunde" mit Bürgermeister Herbert Grill (ÖVP), Vizebürgermeister Thomas Heim (SPÖ), Hans Gesslbauer (FPÖ) und Rene Ditrich (Bürgerliste) auf der Seele brannten. Eines davon war das umstrittene Projekt "Sportplatz Neu". So sind ÖVP und FPÖ, wie berichtet, bei der endgültigen Abstimmung für den Bau des lange geplanten Projektes, für das auch schon Fördermittel zugesagt waren, im Sommer doch noch abgesprungen.
"Ein bedarfsorientierter Sportplatzumbau ist auf jeden Fall zugesichert, nur muss dieser wahrscheinlich kleiner ausfallen", so Grill. "Wenn man eine Alternative finden muss, ok, aber wir warten nun schon seit Juni", sagte Heim. Auch Ditrich und Gesslbauer sprachen sich für den Umbau aus, Gesslbauer betonte aber, einer Neuverschuldung nicht zustimmen zu wollen.
Eingemeindung
Das liebe Geld war den ganzen Abend lang ein Thema. "Unser Budget ist mehr als angespannt. Es kann nicht immer das Größte verlangt werden", sagte Grill und schlug unter anderem vor, aus Spargründen verstärkt mit den Gemeinden der Kleinregion zusammenzuarbeiten. Auch könne er sich vorstellen, die Bürgermeister kleinerer Nachbargemeinden wie Rettenegg oder St. Kathrein/Hauenstein einzusparen – mit Ratten als "Zentrale". Eine Ausweitung des Gemeindegebietes dachte auch Gesslbauer an, wenngleich die "Eingemeindung der Filzmoossiedlung", die zu St. Jakob gehört, weniger großflächig ausfallen würde.
Weitere Aufgaben, über deren Notwendigkeit sich die Kandidaten weitgehend einig waren, sind die Sanierung bzw. die Umgestaltung des Freizeitzentrums, die Sanierung der Hauptschule und die Schaffung von Wohnraum. Dass angesichts der knappen Finanzen nicht alles möglich sein wird, gestanden allerdings auch alle ein. In welcher Reihenfolge die Projekte umgesetzt werden, wird sich also wohl erst nach der Wahl zeigen.

















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