Meisterfeier: Ein stürmischer Jubel
"Wir sind Meister 2011!" Sturms Helden wurden in der Grazer Innenstadt von Tausenden Fans meisterlich gefeiert.

Foto © GEPAMario Haas läst sich von seinen Anhängern feiern
Bereits um 16 Uhr hatten viele Geschäfte in der Herrengasse König Fußball Platz gemacht und ihre Rollläden heruntergelassen - auf der Grazer Einkaufsstraße dominierten längst die Farben Schwarz und Weiß. Wer nicht mit einem "Wir sind Meister 2011"-T-Shirt adjustiert den Weg in die Innenstadt gefunden hatte, der fühlte sich rasch "underdressed".
Eine Viertelstunde vor dem Anpfiff zur großen Sause wurde es dann erstmals richtig laut - in einer Hundertschaft marschierten die Schlachtenbummler in Formation und "Der SK Sturm ist neuer Meister" johlend die Herrengasse entlang Richtung Hauptplatz. Das im strahlenden Sonnenschein verblassende bengalische Feuer durfte dabei natürlich nicht fehlen. So wie ein Polizeihubschrauber, der wenig später seine (mahnenden?) Kreise zog.
Besuch im Rathaus
Die Fans auf die Folter spannend bog der Meister-Konvoi dann mit halbstündiger Verspätung um 18 Uhr endlich vom Opernring kommend beim Eisernen Tor in die Herrengasse ein. Angeführt von einer ihre Motoren aufheulen lassenden Harley-Davidson-Gang jubelten die Meister-Helden auf dem umgemotzten GVB-Cabrio-Bus ihren Fans zu.
Schau, da is da Christian Gratzei. Und da hinten da Mario Kienzl", kreischten die Mädchen. "Boah, des is geil", brummten die Burschen - mit glänzenden Augen. Großteils mit weißen Hemden und schwarzen Lederhosen herausgeputzt, tanzten die Sturm-Spieler auf dem Bus - so mancher "Kicker" versteckte die Nachwehen der vorabendlichen Meisterfeier, die sich bis sechs Uhr früh gezogen hatte, unter schwarzen Sonnenbrillen. Eine Ausnahme: Mario Haas. Der "Dreifach-Meister" kletterte dann auch auf das Dach des Fahrerhauses und stemmte den Meisterteller in den Himmel und fotografierte die Fans.
Dann ging's für die Spieler und ihren Erfolgstrainer Franco Foda (der versteckte seine fehlende Haarpracht unter einer Kappe) zum Bürgermeister-Empfang ins Rathaus. Auf dem rammelvollen Hauptplatz wurden die über eine Stunde wartenden Fans derweilen von der steirischen Reporter-Legende Robert Seeger mit so manch kessem Spruch und Video-Schmankerln aus den Erfolgsjahren 1998, 1999 sowie dem heurigen Meisterstück bei Laune gehalten.
Party pur
Knapp nach 19.30 Uhr war es dann aber endlich so weit: Die Meister betraten die ihnen gebührende Bühne und wurden von rund 25.000 grölenden Fans entsprechend gefeiert. Im verwöhnenden Bad der Menge grölten die "Blackys" dann angeführt von Kapitän Kienzl so manchen Sturm-Schlachtgesang zurück.
Knapp eine halbe Stunde später erfolgte dann der Abpfiff. Gefeiert wurde aber weiter. Bei Spielern und Fans - an diesem stürmischen Feiertag.

























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