Sturm will Sieg ohne Gegentreffer
Georgiens Vizemeister Dinamo Tiflis ist in den vier bisherigen Quali-Spielen noch ungeschlagen - "so leicht, wie sich das viele vielleicht vorstellen, wird die Aufgabe sicher nicht", ist Sturm-Coach Foda gewarnt.

Foto © GEPAFranco Foda
Sturm Graz steigt in dieser Woche als vierter und letzter rot-weiß-roter Vertreter ins internationale Fußball-Geschäft ein. Der Cupsieger unternimmt seinen dritten Anlauf, die lukrative Gruppenphase der Europa League (vormals UEFA-Cup) zum zweiten Mal nach 2009/10 zu erreichen. Erste Hürde ist am Donnerstag (20.30 Uhr/live ORF 1) im Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation Georgiens Vizemeister Dinamo Tiflis.
"Technisch stark"
"Zu Hause wollen wir ein gutes Ergebnis erreichen. Natürlich streben wir einen Sieg an, einer ohne Gegentor wäre ideal für das Rückspiel", nannte Trainer Franco Foda das Ziel. So leicht, wie sich das viele vielleicht vorstellen, wird die Aufgabe sicher nicht, auch wenn der Gegner mit der nationalen Meisterschaft erst am 7. August beginnt. "Dinamo ist eine technisch starke Mannschaft, stärker als NK Siroki Brijeg vor einem Jahr", warnte der Deutsche. Wenn man die Georgier ins Spiel kommen lasse, würden sie gefährlich.
Diesen Eindruck gewann Foda von seiner Spionage vor einer Woche in Tiflis, wo er Dinamo in der zweiten Quali-Runde im Heimspiel gegen den schwedischen Vertreter Gefle IF 2:1 siegen gesehen hatte. Gegen NK Siroki Brijeg, der heuer knapp an Austria Wien gescheitert ist, hatten die Steirer vor einem Jahr am 16. Juli in der UPC Arena ihren Marsch in die Gruppen-Phase mit dem ersten (2:1) von vier Siegen (bei zwei Remis) gestartet.
"Wenn wir konzentriert spielen, besitzen wir eine gute Chance, aufzusteigen", glaubt Routinier Mario Haas und Haris Bukva fügte hinzu: "Unterschätzen dürfen wir niemanden, doch wenn wir unsere Leistung bringen, dann können wir Dinamo schlagen". Dass die Grazer trotz der vielen Abgänge (Jantscher, Beichler, Hlinka, Sonnleitner, Lavric, Kandelaki) schon wieder ganz gut in Schwung sind, bewiesen sie zum Liga-Auftakt mit dem 3:0 in Ried und dem 2:0 im Derby gegen Kapfenberger SV.
Da Salmutter (Bauchmuskelfaserriss) weiterhin ausfällt und Weber seine gegen den KSV erlittene leichte Gehirnerschütterung überstanden hat, dürfte Foda die gegen die Obersteirer erfolgreich Elf unverändert lassen. Die am Mittwoch eingetroffenen Georgier, ihres Zeichens 13-facher nationaler Meister (zuletzt 2008) und neunmaliger Cupsieger (2009), müssen auf Watsadse verzichten, der wegen zweier gelber Karten für das Hinspiel gesperrt ist.
Noch ungeschlagen
Die Mannschaft von Kachaber Kascharowa, der nach dem Abgang des Deutschen Rainer Zobel im März 2009 vom Co zum Chef-Trainer aufstieg, ist in den vier bisherigen Quali-Spielen gegen Flora Tallinn (Estland) und Gefle IF noch ungeschlagen (3-1-0). Herausragende Spieler sind die Legionäre. Spielmacher ist der Portugiese Ednilson, der vor einigen Jahren noch für Benfica Lissabon tätig war, sowie vorne der Kameruner Donald Djousse und der Brasilianer Robertinho.
Österreich weist in der Europacup-Statistik mit Georgien immerhin eine positive Bilanz auf: In bisher vier K.o.-Duellen steht es 3:1, wobei Dinamo im Cupsieger-Bewerb 1981/82 in der ersten Runde den GAK ausschaltete, aber im UEFA-Cup 1994/95 am FC Tirol und 2007/08 an Rapid scheiterte. Im Vorjahr war auch Sturms Bilanz in der Qualifikation mit vier Siegen und zwei Remis in sechs Spielen positiv. Die Gruppenphase blieb den Steirern nur 2008/09 (UEFA-Cup) verwehrt. Nach einem 1:1 (auswärts) und einem 1:1 (heim) war gegen den FC Zürich in der zweiten Runde Endstation.
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Die Georgier sind in der Offensive sehr stark. Sie sind quirlig, dynamisch und stehen hinten gut. Aber ich habe in der Defensive auch Schwächen entdeckt.
Sturm-Coach Franco Foda
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Bild vergrößernMario Haas und Franco Foda mit dem verletzten Srdjan PavlovFoto © KLZ/Jürgen Fuchs

















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