Kurzarbeit wichtige Strategie gegen Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit Mitte November in Österreich auf 37.140 gestiegen. Alleine in der Steiermark arbeiten 8.961 Menschen kurz. Die meisten Kurzarbeiter gibt es in Niederösterreich.

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Kurzarbeit ist eine der wichtigsten Strategien im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, betonte der Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), Johannes Kopf. Damit konnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit eingebremst werden. Kurzarbeit sei eindeutig eine Ursache dafür, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich nicht so dramatisch angestiegen ist wie in anderen europäischen Ländern.
Aktuell (per 14.11.2009) arbeiten in Österreich in 284 Unternehmen 37.140 Personen kurz, das sind um 1.236 Betroffene mehr als Ende Oktober. Die meisten Kurzarbeiter gibt es in Niederösterreich (9.883), gefolgt von der Steiermark (8.961) und Oberösterreich (8.830).
Mit der Verlängerung der Kurzarbeit habe man von Deutschland gelernt, betonte Kopf heute beim Europatag in der Wirtschaftskammer (WKÖ) zum Thema Arbeitsmärkte in Europa - Lernen von den Besten. Die Flexibilisierung nach deutschem Vorbild sei ein wichtiger Schritt gewesen. In Österreich wurde im vergangenen Februar eine Verlängerung von einem Jahr auf 18 Monate beschlossen.
Ohne Kurzarbeit wäre die Arbeitslosigkeit in Österreich derzeit um 10.000 bis 13.000 Betroffene höher, rechnet Kopf vor. Ende Oktober waren in Österreich inklusive Schulungsteilnehmern 319.320 Menschen arbeitslos gemeldet, um 61.996 oder 24,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen selbst stieg erstmals seit Jänner um weniger als 50.000 an: Der Zuwachs betrug 42.748 oder 21,1 Prozent auf 245.523.
Für das laufende und das kommende Jahr hält Kopf an der Prognose jeweils 50.000 Arbeitslose mehr fest. Dazu kommen im Schnitt rund 60.000 Personen in Schulung.
Neben Kurzarbeit seien vor allem Qualifizierungen und Lohnzuschüsse wie Eingliederungsbeihilfen die wichtigsten Strategien gegen Jobverlust. Kritik übte Kopf auch an der mangelnden Mobilität in Österreich. So arbeiten keine 400 Wiener in den westösterreichischen Tourismusbetrieben, im Gegensatz dazu aber rund 7.000 Ostdeutsche.
In der heutigen Veranstaltung in der Wirtschaftskammer wird unter anderem die Situation am Arbeitsmarkt in Österreich, Deutschland und Schweden verglichen. Diskutiert werden die nationalen Arbeitsmarktpakete und deren Wirksamkeit.













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