Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
24. Mai 2012 08:44 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332478 Mitglieder | 707 online
Zuletzt aktualisiert: 05.06.2009 um 19:27 UhrKommentare

Liebherr-Schock sitzt tief

Stadt Lienz verliert durch Kurzarbeit im größten Unternehmen Osttirols pro Monat mehrere hunderttausend Euro Kommunalsteuer. Bürgermeister begrüßt aber Lösung.

Vorerst sechs Monate soll die Kurzarbeit im Liebherr-Werk Lienz dauern

Foto © HatzVorerst sechs Monate soll die Kurzarbeit im Liebherr-Werk Lienz dauern

Es hätte die 1420 Mitarbeiter im größten Unternehmen Osttirols schlimmer treffen können. Darin sind sich alle im Land und im Bezirk einig. Der Schock über die Kurzarbeit von 22. Juli bis zum 10. Jänner 2010 im Liebherr Werk Lienz sitzt trotzdem tief. Bürgermeister Johannes Hibler (ÖVP) begrüßt die Lösung, die die Firmenleitung mit Betriebsrat und Tiroler Arbeitsmarktservice getroffen hat. "Für die betroffenen Mitarbeiter ist es sicher schwer. Es ist aber immer noch besser, als über 100 Mitarbeitern zu kündigen", so Hibler.

Größter Steuerzahler. Liebherr ist für Osttirol nicht nur wichtigster Arbeitgeber, sondern mit Abstand für Lienz der größte Steuerzahler. Von den 4,5 Millionen Euro, die die Stadtgemeinde an Kommunalsteuern im Jahr verbucht, kommt ein Viertel aus dem Liebherr-Werk. Wie viel Lienz durch die Kurzarbeit verliert, wird die Finanzverwaltung im Juli sehen, aber mit Sicherheit einige hunderttausend Euro.

Weniger Lohn. Für 90 Prozent der Liebherr-Belegschaft bedeutet die sechsmonatige Kurzarbeit um sieben Prozent weniger Euro in der Lohntüte. Im Schnitt, rechnete Personalchef Hermann Gangl vor, pro Kurzarbeitstag 13 Euro. Die wirtschaftlichen Turbulenzen bewegen nicht nur Liebherr. Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl fordert neue Arbeitsplätze und eine aktivere Betriebsansiedelungspolitik. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bezeichnete die Situation am Arbeitsmarkt nicht leicht. "Die gegenseitige Loyalität zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist sehr groß - und die Bemühungen, um Kündigungen möglichst zu vermeiden, etwa in Form von vorübergehender Kurzarbeit." Landesparteichef Gerald Hauser (FPÖ), verlangt einen Sonderlandtag: "Dabei muss die Lage von peripheren Betrieben wie in Osttirol dezidiert erörtert werden."

GÜNTHER HATZ

Liebherr

Gründung. Das Familien-unternehmen Liebherr wurde 1949 von Hans Liebherr gegründet und ist seither zu einer Firmengruppe mit 23.000 Beschäftigten in über 100 Gesellschaften und mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz angewachsen

Liebherr Lienz. Das Liebherr-Werk Lienz wurde 1980 gegründet und erzeugt Standgeräte der Kühl- und Gefriertechnik, Weinkühl-schränke, Kühl- und Gefriergeräte für den gewerblichen Einsatz

Mitarbeiter. 1475

Gesamtfläche. 100.000 Quadratmeter

Produktion. Im Jahr 2008 wurden 665.000 Geräte produziert

Kommentar

Günther HatzDie Krise von Günther Hatz

KLEINE.tv

Hauptversammlung der Telekom Austria in Wien

Großer Andrang hat am Dienstag bei der mit Spannung erwarteten Hauptvers...Noch nicht bewertet

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 

Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression


Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Was man über den Hypo-Prozess wissen muss 

Was man über den Hypo-Prozess wissen muss

 

Primus: Jetzt gratis testlesen!

Jetzt ist es soweit: Der Kleine Zeitung Primus, das monatliche Wirtschaftsmagazin der Kleinen Zeitung, ist da. Sie können sich jetzt Ihr gratis Testabo sichern!

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang