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Zuletzt aktualisiert: 16.01.2012 um 21:54 UhrKommentare

Spindelegger für Martinz' Rücktritt

In Kreisen der Bundes-ÖVP wird versichert, der Rückzug von Josef Martinz sei in enger Absprache - und nach einem Telefonat - mit ÖVP-Chef Michael Spindelegger erfolgt.

ÖVP-Chef Michael Spindelegger

Foto © APAÖVP-Chef Michael Spindelegger

"Nach dem schwierigen letzten Jahr war klar, dass wir mit der Entscheidung nicht auf das Ende des Prozesses warten können, nach dem Motto: Schauen wir einmal, ob er überhaupt verurteilt wird", so ein ÖVP-Spitzenpolitiker. 2011 war ein "annus horribilis" für die Volkspartei: Neben dem Wechsel an der Parteispitze mussten nach Skandalen Ernst Strasser und Helga Ranner zurücktreten, Fritz Grillitsch wurde als Bauernbundpräsident kalt entmachtet. Im Zuge der Telekom-Affäre schied Wolfgang Schüssel aus der Politik aus.

Generalsekretär Johannes Rauch verweist darauf, dass in der ÖVP die Uhren anders gehen als bei der FPK mit Uwe Scheuch: "Martinz legt andere moralische Maßstäbe bei sich an als andere Mitglieder der Landesregierung." Kärnten zählt neben Wien schon seit Längerem zu den Sorgenkindern der Bundes-ÖVP. An einer personellen Erneuerung war bereits Josef Pröll interessiert.

Während FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den Rücktritt von Martinz begrüßt, fordert BZÖ-Chef Josef Bucher Neuwahlen. FPK und ÖVP seien ein Hort der politischen Instabilität und kümmern sich nur um eigene Skandale, so BZÖ-Obmann Josef Bucher, ein Kärntner. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter fordert FPÖ-Obmann Strache auf, sich ein Beispiel an der ÖVP zu nehmen und den in erster Instanz verurteilten Uwe Scheuch zum Rücktritt zu bewegen.

MICHAEL JUNGWIRTH

KLEINE.tv

Die zweite Woche im Hypo-III-Prozess

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Serie "Die Akte Hypo"

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Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

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