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Zuletzt aktualisiert: 30.12.2011 um 21:35 UhrKommentare

FMA gibt Hypo Gnadenfrist bis Ende 2012

Die Finanzmarktaufsicht hatte der Hypo Alpe Adria die Aufstockung des Eigenkapitals bis 31. März 2012 vorgeschrieben. Da der Termin nicht zu halten ist, wurde die Frist bis zum 31. Dezember 2012 verlängert. Wie viel Geld man braucht, ist offen.

Foto © Weichselbraun

Strafzahlungen, eine Abberufung der Manager oder sogar der Entzug der Bankkonzession - das alles könnte der Hypo Alpe Adria drohen, wenn sie bis Ende 2012 ihre Eigenmittelquote nicht auf über 12 Prozent heben kann.

Noch gibt man sich bei der Finanzmarktaufsicht aber betont gelassen: "In Gesprächen mit dem Management wurde festgestellt, dass der Umstrukturierungsprozess der Bank im Laufen ist. Daher bekommt die Bank auch mehr Zeit, um ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen", sagt ein FMA-Sprecher zur Kleinen Zeitung. Eigentlich hätte die Bank schon bis Ende März die Kapitalerfordernisse erfüllen müssen. Da man 2011 aber weder die Österreich-Tochter der Hypo noch die Bank in Italien verkaufen konnte, wurde nun die Frist um ein dreiviertel Jahr erstreckt. "Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Hypo verstaatlicht ist. Das Gesetz kennt keinen Unterschied bei den Eigentümern", betont man seitens der FMA. Bei der Hypo bekräftigt man neuerlich, dass man alles tun werde, "um den Gang zum Steuerzahler zu vermeiden".

Wie hoch der Kapitalbedarf für die Bank bis Ende nächsten Jahres sein wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Einerseits versucht man nun auch das Ost-Banken-Geschäft zu verkaufen, andererseits wurde in den letzten Monaten das Geschäftsvolumen durch die Ausgliederung verschiedener Engagements schon merkbar reduziert. Aufsichtsratschef Johannes Ditz hatte den zusätzlichen Eigenkapitalbedarf unlängst mit 500 Millionen Euro beziffert, zur Jahresmitte wurden allerdings noch 1,5 Milliarden Euro genannt.

THOMAS CIK

KLEINE.tv

Die zweite Woche im Hypo-III-Prozess

Kleine Zeitung Kärnten Wirtschafts-Redakteur Thomas Cik analysiert die z...Bewertet mit 4 Sternen

 

Serie "Die Akte Hypo"

Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Bereicherung und Balkangeschäfte hinter Stiftungsschleiern, Verlust-Exzesse bis zum Beinahe-Ruin. Der Krimi um die Hypo Alpe-Adria. Die Serie zum Mega-Debakel der Kärntner Landesbank.

 

Grafik: 1. Halbjahr 2010 & Entwicklung der HGAA

Quelle: APA
 


Eigentümer

Am 14. Dezember 2009 wurde die Hypo Group Alpe Adria verstaatlicht. Die ehemaligen Eigentümer BayernLB, Grawe und Land Kärnten mussten ihre Anteile für je einen Euro abtreten.

 

Grafik: Konzernstruktur

Quelle: APA
 

Grafik: Kärntens Finanzen

Quelle: APA
 


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