Neue Anzeige für Ex-Hypo-Chefs
Die Justiz untersucht nun, ob und wie Ex-Manager bei Kapitalerhöhung zehn Millionen mitgeschnitten haben. Ganz neu sind diese Vorwürfe freilich nicht.

Foto © Helmuth Weichselbraun
Während die notverstaatlichte Kärntner Hypo Group Alpe Adria heuer neuerlich mit einer Milliarde Euro Abschreibungen für faule Kredite und damit einem Riesenverlust zu kämpfen hat, muss die Justiz immer neuen Verdachtsmomenten von mutmaßlichen Malversationen durch Ex-Manager und Berater der Bank nachgehen. Die ZiB 2 berichtete Freitag abend, dass den Beteiligten eine Anzeige blüht, weil sie 2004 im Zuge einer Kapitalerhöhung mit zehn Millionen Euro selbst mitgeschnitten und damit Geld aus der Bank gezogen hätten. Sie sollen sich mit Stiftungen und Krediten der Bank via Liechtenstein selbst an der Kapitalerhöhung beteiligt und höhere Dividenden verdient haben.
Indes: Neu ist der Vorwurf nicht. Die Kleine Zeitung berichtete bereits am 12. März 2010, am Tag nach der reichlich spät erfolgten Hausdurchsuchung bei Ex-Hypo-Vorstand Günter Striedinger in Klagenfurt, von den abenteuerlichen Vorgängen. Von einer Durchsuchung betroffen war nämlich auch ein Klagenfurter Rechtsanwalt. Dieser, so berichteten wir damals schon, "spielte eine Schlüsselrolle, als die von Vorstand Josef Kircher geführte Hypo-Leasing 2004 auf Wolfgang Kulterers Anordnung eine Kapitalerhöhung um 100 Millionen Euro durchführte. Für die Beteiligten war das ein überaus lohnendes Investment. Abgewickelt wurde es über die vom Anwalt geleitete BC Holding AG, sowie mit Krediten, die die Hypo Alpe Adria Liechtenstein an Stiftungen und Private vorstreckte", so unser Bericht vor über zwei Monaten. Dass die Ermittlungsbehörden laut Zib 2 dazu an einer Anzeige erst noch arbeiten, überrascht.
Wie der ORF gestern dazu berichtete, hätten die Ex-Manager der Hypo Alpe Adria ihre damalige Beteiligung an der Kapitalerhöhung den Aufsichtsorganen verschwiegen, beziehungsweise Aufsichtsräte glatt angelogen.














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