Europa spannt den Super-Rettungsschirm
Wie viel Geld braucht man, um die angeschlagenen Euro-Länder abzusichern? Laut einem Pressebericht gibt es Überlegungen von Regierungen und IWF, mehrere Rettungsfonds zu kombinieren - insgesamt käme man so auf eine Summe von 1,5 Billionen Euro.

Foto © Fotolia - psdesign1
In der europäische Schuldenkrise soll die "Brandmauer" einem Pressebericht zufolge viel höher ausfallen als bisher geplant. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD, Dienstag) ohne Nennung von Quellen berichtet, seien beim Weltwirtschaftsforum in Davos darüber vertrauliche Gespräche zwischen ranghohen Regierungs- und IWF-Vertretern geführt worden. Dabei sei es um eine Kombination dreier Rettungsschirme gegangen, wodurch das Gesamtvolumen des neuen Schutzwalls auf insgesamt 1,5 Bill. Euro ansteigen soll. Der ständige Euro-Rettungsschirm ESM, der im Sommer an den Start geht und den aktuellen Schutzschirm EFSF ablösen wird, verfügt bisher über ein Drittel dieser Summe.
Das Vorhaben, für den die EU-Kommission laut FTD schon einen Zeitplan ausgearbeitet hat, wurde demnach von US-Finanzminister Timothy Geithner, IWF-Chefin Christine Lagarde, EZB-Chef Mario Draghi sowie den Finanzministern Deutschlands und Frankreichs, Wolfgang Schäuble und Francois Baroin, besprochen. Erreicht werden soll die Gesamtsumme laut dem Blatt durch eine Kombination von ESM und EFSF sowie durch zusätzliche Mittel des Internationalen Währungsfonds IWF.













