Uni-Voranmeldung fällt, Studienberatung freiwillig
Die erstmals verpflichtende Uni-Voranmeldung war für die Studenten "der Flop des Jahres", die geplante verpflichtende Studienberatung wurde von den Rektoren in ihrer Sinnhaftigkeit angezweifelt. Nun werden beide Projekte verworfen.

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Die erstmals verpflichtende Uni-Voranmeldung war für die Studenten "der Flop des Jahres", die geplante verpflichtende Studienberatung wurde von den Rektoren in ihrer Sinnhaftigkeit angezweifelt. Nun werden beide Projekte nach Verhandlungen mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) und der Universitätenkonferenz (uniko) in der vom Wissenschaftsministerium angedachten Form verworfen.
Der Kompromiss: Eine vorverlegte Inskriptionsfrist und ein Ausbau der bestehenden Studienberatung. "Aus Fehlern soll man lernen, das haben wir getan", sagte Wissenschaftsminister Töchterle bei der gemeinsamen Präsentation am Dienstag. "Die Uni-Voranmeldung hat ihr wichtigstes Ziel, erhöhte Planbarkeit zu schaffen, nicht erreicht", so Töchterle, "weil sich Studenten an beliebig vielen Universitäten anmelden konnten."
Als "prognosestärkere Regelung" wurde nun die Zusammenlegung von Voranmeldung und Inskriptionsfrist auf ein Datum beschlossen: Bis spätestens 5. September müssen sich Studierwillige für das Wintersemester inskribieren, bis 5. Februar für das Sommersemester. Das Ende der Zulassungsfrist war bisher an jeder Uni unterschiedlich geregelt und lag im Wintersemester zwischen Ende September und Ende Oktober. Künftig soll das Ende österreichweit einheitlich festgesetzt sein.
"Wir rechnen damit, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt 90 Prozent der Studierwilligen erfassen können", so Margret Friedrich, Vizerektorin an der Uni Innsbruck und Vorsitzende des "Forums Lehre" der uniko. Damit sei auch eine verstärkte Planungssicherheit gewährleistet. In klar definierten Ausnahmefällen soll die Nachfrist bis 30. November weiterhin gelten - etwa für Studienanfänger, die Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland leisten.
Um die nun getroffene Einigung zwischen Ministerium, ÖH und uniko auch gesetzlich umzusetzen, fehle noch die Abstimmung mit dem Koalitionspartner, betonte Töchterle. Der Ausbau der Studienberatung ist bereits im Gange, die Neuregelung der Inskription ist für das Wintersemester 2012 angedacht.













