Italien dementiert Waffenlieferungen nach Libyen

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Italien hat Äußerungen von libyschen Rebellen dementiert, wonach das EU-Land mit den Aufständischen ein Waffenabkommen geschlossen haben soll. "Es gibt keine Vereinbarung zur Waffenlieferung", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Rom am Samstag. Italien würde den Rebellen lediglich "Ausrüstung zur Selbstverteidigung" zur Verfügung stellen.
Das Land halte sich an die Verabredungen, die mit der Libyen-Kontaktgruppe getroffen worden seien. Dazu gehören neben NATO-Staaten auch Vertreter der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union. In Libyen hatte kurz zuvor die Führung der Aufständischen in Benghazi verkündet, bald Waffen von Italien zu bekommen. Die Rebellentruppen erhielten die Waffen "sehr bald", erklärte der Vizepräsident des Übergangsrates, Abdel Hafiz Ghoga, ohne genauere Angaben zu der Art der Waffen zu machen. Vertreter des Rats hätten in Italien ein entsprechendes Abkommen geschlossen.
Unterdessen lieferten sich die libyschen Aufständischen in der Region um die Stadt Zintan heftige Kämpfe mit den Truppen von Machthaber Gaddafi. Angesichts des Beschusses mit Grad-Raketen seien rund 20.000 Menschen über die nahe tunesische Grenze geflohen, sagte ein Rebellensprecher. In der Stadt Misrata beschossen die Regierungstruppen im Hafen Treibstoffdepots, um die Energieversorgung der Aufständischen zu kappen. Bei den schweren Kämpfen nahe der Städte Zintan und Wazin in den Bergen südwestlich von Tripolis wurden mindestens neun Aufständische getötet und rund fünfzig weitere verletzt.













