Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
08. Februar 2012 03:10 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 319505 Mitglieder | 24 online
Alte Klischees, frischer Hass Vatikan will stärkeres Vorgehen gegen Missbrauch Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Alte Klischees, frischer Hass Vatikan will stärkeres Vorgehen gegen Missbrauch
Zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 um 22:03 UhrKommentare

Kanzler drängt auf Vermögenssteuer

Bundeskanzler Werner Faymann hat im ORF-Sommergespräch einmal mehr die Notwendigkeit von vermögensbezogenen Steuern betont. Den Vorwurf eine Neiddebatte zu schüren, will er nicht gelten lassen.

Manager Wolf gegen SPÖ-Chef Faymann beim Sommergespräch

Foto © ORFManager Wolf gegen SPÖ-Chef Faymann beim Sommergespräch

Bundeskanzler Werner Faymann (S) hat im ORF-Sommergespräch am Montagabend einmal mehr die Notwendigkeit von vermögensbezogenen Steuern betont. Gleichzeitig erklärte er, es müsse gespart werden. Die Ziele für 2011 lägen auf der Einnahmen- und Ausgabenseite "bei je etwa 2,5 Prozent unseres Budgets", so Faymann. Von einer Neiddebatte, wie ihm sein Gesprächspartner, Magna-Vorstand Siegfried Wolf, im Zusammenhang mit der Vermögenssteuer vorwarf, wollte der SPÖ-Chef nichts wissen: "Für Neid bin ich nicht zu haben, aber für Gerechtigkeit".

Der Bundeskanzler verwies einmal mehr auf das sieben Punkte-Steuer-Programm seiner Partei zur Budgetkonsolidierung (unter anderem mit Bankenabgabe, Finanztransaktionssteuer und höherer Stiftungsbesteuerung), zu dem er seit vergangener Woche als achten Punkt eben auch die Vermögenssteuer zählt. Man habe das aber nicht jetzt alles auf den Tisch gelegt, "um morgen zwölf verschiedene Steuern in der Früh einzuführen". Vielmehr wolle man dem Koalitionspartner und der Öffentlichkeit zeigen, dass man nicht bei Forschung und Bildung sparen wolle und auch nicht durch die Einführung einer Mehrwertsteuer "im Supermarkt". Sparmaßnahmen müssten jedenfalls genau geprüft werden, vor allem, ob sie der Konjunktur und der Kaufkraft der Bevölkerung helfen oder schaden.

Einkommen zwischen 1.500 und 3.000 Euro entlasten

Zum Thema Vermögensbesteuerung betonte Faymann, Österreich gehöre zu jenen Ländern, wo Arbeit "besonders hoch", Vermögen "besonders wenig" besteuert werde. Ihm gehe es um die "durchschnittlichen Arbeitnehmer" - "die verdienen 1.500, 2.000, 2.500, vielleicht 3.000 Euro", so der Kanzler. Er verwies darauf, dass in Österreich auch mehr als zweieinhalb Millionen Menschen mit weniger als 1.000 Euro auskommen müssten, "davon etwa 300.000, die vierzig Stunden arbeiten".

Die von ihm in den Raum gestellte Vermögenssteuer ab einem Vermögen von 1 Million Euro könnte eine Besteuerung von "0,3, 0,5, 0,7 Prozent" aufweisen, so Faymann. Dem Vorwurf Wolfs, er schüre hier eine Neiddiskussion, konnte Faymann nicht abgewinnen. "Die Menschen fragen sich schon häufig, geht es gerecht zu? Und dazu gehört natürlich auch eine vermögensbezogene Diskussion. Das ist nicht Neid, sondern eine Frage der Gerechtigkeit." Eine Absage gab es erneut an die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer: "Das ist nicht auf unserer Liste". Auch bei der Grundsteuer sieht Faymann keinen Änderungsbedarf.

Damit konfrontiert, dass in Sachen Verwaltungsreform nur wenig weitergehe, sagte Faymann, man habe schon einiges getan, er verwies etwa auf die Nicht-Nachbesetzung von Dienstposten. Grundsätzlich gelte, Ja zum Sparen bei der Bürokratie, "aber Zerstörung der Leistung: Nein". Bezüglich der vom Rechnungshof geschätzten Einsparungspotenziale von 3 Mrd. Euro bei der Verwaltungsreform merkte der SPÖ-Vorsitzende an, dass diese Gelder ja nicht 1:1 beim Finanzminister landen würden, sondern zum Teil in andere Bereiche umgeschichtet werden sollten.

Lehrerdebatte

Zur aktuellen Debatte um die Lehrer und die Zuständigkeit der Länder sagte Faymann, die Diskussion sei älter als er selbst. Die Österreicher wollten eine "ordentliche Schule" und da gehe es "um mehr Fragen, als wo wer angestellt ist", wollte Faymann der Frage nicht zu viel Beachtung beimessen.


Grafik

Grafik © APA

Grafik vergrößernVermögenssteuern im internationalen Vergleich Grafik © APA

Grafik

Grafik © APA

Grafik vergrößernEntwicklung der Grundsteuer seit 1965Grafik © APA

KLEINE.tv

"Wachstum in Griechenland ist möglich"

Der neue Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, sieht in ...Noch nicht bewertet

 

Griechenland in der Krise

Politik im Bild

Griechen streiken: "Es reicht!" 

Griechen streiken: "Es reicht!"

 


US-Wahl 2012

Reuters

Obama oder seine republikanischen Kontrahenten - wer kann die Wahl zur US-Präsidentschaft für sich entscheiden..?

Steirische Strukturreform

APA

Die steirische Landesregierung plant ab 2012 eine große Strukturreform: Gemeinde und Bezirke sollen zusammengelegt werden, die Expositur in Bad Aussee wird aufgelöst.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang