Anschlagsserie in Bagdad
Bei einer Angriffsserie im Norden der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 16 Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Unter den Toten im sunnitischen Viertel Asamiya seien neun Sicherheitskräfte, wie das Innenministerium mitteilte. Bewaffnete Männer hätten zunächst drei Soldaten an einer Straßensperre getötet und anschließend deren Leichen verbrannt.
Mit drei Bomben seien daraufhin 13 weitere Menschen getötet worden. Die Sprengsätze seien an Straßen deponiert gewesen, die zum Ort der Auftaktschießerei führten. Die Angriffsserie habe insgesamt etwa eine Viertelstunde gedauert.
Am Donnerstagmorgen waren im Norden und im Zentrum des Landes insgesamt vier irakische Soldaten getötet und 22 weitere Menschen verletzt worden. Drei der Soldaten wurden in Ash-Sharqat von einem Selbstmordattentäter mit in den Tod gerissen, ein weiterer starb in Falluja bei der Explosion einer an einem Motorrad befestigten Bombe.
Fünf Monate nach den Parlamentswahlen hat der Irak noch keine neue Regierung. Das Parlament hat sich am Dienstag abermals vertagt. Der den Vorsitz führende älteste Abgeordnete Fouad Massoum erklärte, die Fraktionen seien weiterhin außerstande, eine Einigung herbeizuführen. Ein Termin für die nächste Sitzung wurde nicht festgelegt. Keine der drei Spitzenpositionen im Staat - Präsident, Premier und Parlamentsvorsitzender - konnten bisher neu besetzt werden.













