Nichts für graue Mäuse
Die Grazer Designerin Romana Grebien macht mit ihren fröhlichen Kreationen Taschenliebhaberinnen glücklich. Stoffe und Muster werden bei "Romy Schneiderin" keck kombiniert, Leder kommt der Vegetarierin nicht unter die Nadel.

Foto © Sabine Hoffmann"Romy Schneiderin" Romana Grebien in ihrem Atelier
"Was überall dazupasst, mag ich persönlich nicht so gern", erzählt Romana Grebien. Ein Blick auf die Stoffe, die in ihrem kleinen Grazer Atelier darauf warten, verarbeitet zu werden, bestätigt: hier ist jemand am Werk, der die Welt nicht schwarz-weiß sieht. "Wo immer ich hinkomme, frag ich gleich nach den Stoffgeschäften", erklärt die 28-Jährige weiter. Tollen Mustern kann die junge Grazerin nicht widerstehen. Wer zu ihr ins Atelier kommt, sichtet gemeinsam mit der Designerin Stoffe und Fotos, bespricht Extras wie Fächer für Terminkalender oder Laptops. Für die Einzelstücke, die ihr Atelier verlassen, kombiniert Grebien dabei schon mal dicken Cord mit seidigen Stoffen in Asiamustern. "Nur Leder verwende ich grundsätzlich nicht", so die erklärte Tierliebhaberin und Vegetarierin.
Fröhlich wie die Taschen der Endzwanzigerin ist auch die Geschichte hinter dem Namen ihres Labels "Romy Schneiderin". "Mein Spitzname war schon immer Romy", erzählt die gebürtige Eibiswalderin, die es vor 12 Jahren für den Besuch der Ortweinschule nach Graz zog. Das Kolleg für Modedesign folgte und schließlich mit 23 der Schritt in die Selbständigkeit. Dass es eine gute Idee war, sich gemeinsam mit ehemaligen Schulkollegen als Kreativ-Kollektiv "Productionfighter" selbständig zu machen, zeigte sich schon beim Ausmalen des ersten gemeinsamen Büros. "Wir haben beim Malen mit Wortspielereien begonnen und sind dabei gemeinsam auf den Namen gekommen. Ich heiße Romy, bin Schneiderin – eigentlich ganz einfach." Und dann sind da natürlich noch die Assoziationen mit Romy Schneider. "Mit Sissi bin ich quasi aufgewachsen, die Kleider liebe ich noch heute", erzählt Grebien.
Auch die Idee, sich auf die Herstellung von Taschen zu verlegen, hat sich einfach ergeben. Leicht frustriert von der Arbeit an Maturaballkleidern, setzte sich die Jungunternehmerin an die Maschine, um Taschen als Geschenke für Freunde zu nähen. Die kamen bei den Beschenkten so gut an, dass "Romy Schneiderin" schließlich beim Taschendesign blieb. Jüngster Erfolg: Die Kooperation mit sunnyBAG. Die kürzlich von der Kleinen Zeitung mit dem "Primus" ausgezeichnete Grazer Firma bietet Taschen und Rucksäcke an, in die wasserfeste Solarpaneele eingearbeitet sind. Mit dem Strom, der so generiert wird, lassen sich Handys, mp3-Player und alle anderen trendigen Spielzeuge aufladen. Pssst! Ein guter Tipp für alle, die noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre Liebste sind: Eine von "Romy Schneiderin" designte und gefertigte Damenkollektion ist seit kurzem im Webshop von SunnyBAG erhältlich!











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