Salonlöwen unter sich: Sido und Bushido gemeinsam im Studio
Freundschaft ist gut, aber Geld ist offenbar doch verlockender: "Vertragen ist schön und gut, aber wir können auf diese Weise auch den einen oder anderen Euro machen, und das ist für uns definitiv wichtig", so Rapper Bushido. Das Album "23" erscheint am kommenden Freitag.

Foto © APA | APASido und Bushido haben ihre Streitereien beigelegt
Die beiden Berliner Rapper Sido (30) und Bushido (33) haben ihre öffentlich gepflegte Blutsfeindschaft beigelegt. Am Freitag erscheint das erste gemeinsame Album der beiden. Es heißt "23" - nach der Anzahl der Titel. Die beiden verstehen sich dabei als Geschäftsmänner. Am Montag stellt das Duo sein Werk in Berlin vor.
Fokus liegt auch am Geld
"Wenn es in Deutschland zwei Rap-Geschäftsideen gibt, die laufen, dann ist es die Maschinerie Sido mit allem, was da dran hängt, und dann natürlich ich", sagte Bushido der "Berliner Zeitung" (Donnerstag). "Vertragen ist schön und gut, aber wir können auf diese Weise auch den einen oder anderen Euro machen, und das ist für uns definitiv wichtig." Sido, derzeit auch als Juror in der ORF-Show "Die große Chance" zu sehen, ergänzt: "Wenn man mit unseren beiden Namen einen Deal shoppen geht, kann man jede Plattenfirma fragen, und die kämpfen alle darum, dass sie den Deal bitte bekommen."
Langsame Annäherung
Die Plattenfirma Sony Music spricht vom musikalischen "Megaprojekt des Jahres 2011". Und erklärt, Sido ("Mein Block") habe Ende 2010 den Anstoß dazu gegeben, die Feindschaft zu beenden. In einer Single hatte Sido seinem Konkurrenten "gute Besserung" gewünscht, nachdem Bushido an den Bandscheiben operiert worden war. Bushido ("Vom Bordstein bis zur Skyline") habe sich daraufhin per Twitter bei seinem Kollegen bedankt, heißt es von Sony. Danach habe es ein erstes Treffen gegeben und die Idee zu einer Zusammenarbeit sei gereift.
Am 17. Oktober gibt es eine Pressekonferenz in Berlin. Dort, so heißt es in der Einladung, könne man miterleben "wie ein Dominator des Rap auf den anderen trifft". Gaststar auf dem Album ist Peter Maffay. "Das ist doch eine krasse Sache, Peter Maffay, der Typ ist auf jeden Fall 'ne Nummer", sagte Sido der Zeitung.













