Rebekka Bakken: "Ich bin das Ruhige und das Feurige"
Rebekka Bakken ist mit neuer CD in Graz zu Gast.

Foto © UNIVERSAL Sensible Sängerin aus Oslo: Rebekka Bakken
"Ich bin das Ruhige und das Feurige. Es ist Teil meiner Persönlichkeit, dass ich gerne alle Saiten spielen will - eben mit dem ganzen Klavier." Die norwegische Sängerin Rebekka Bakken, die mittlerweile in New York lebt, versammelt auf ihrem fünften Album "September" zwölf Songs zwischen melancholischen Pianoballaden, leicht zähen Popstücken und einigen temperamentvolleren Ausreißern. Blues, Folk und Country standen dabei genauso Pate wie Grundzüge des Jazz. "Ich bin sehr stark von allem beeinflusst, was ich jemals gehört habe, von Leuten, mit denen ich gespielt habe, und Dingen, die ich schön finde", sagt Bakken, legt aber augenzwinkernd nach: "Wahrscheinlich aber auch von Sachen, die mir nicht gefallen."
Kurz vor den Aufnahmen zu "September" ist Bakkens Vater verstorben. Den melancholischen Grundton des Albums sieht die 41-jährige Osloerin darin aber nicht begründet: "Man kann nicht leben ohne den Tod, das sollte nicht dramatisiert werden." Wichtiger war ihr im Zuge dieser Zeit eine andere Erkenntnis: "Wenn man die Chance hat, einen Menschen zu begleiten und zu pflegen, ist das eine tiefe Erfahrung, von der man selbst am meisten profitiert." Um sich selbst kümmere man sich ohnehin genug. "Als ich dann auf Tour ging, realisierte ich, dass ich diesen Aspekt auch in mein musikalisches Leben einbringen kann", erklärt sie nachdenklich.
Features
Fakten
Rebekka Bakken: Konzert 7. Februar, 20 Uhr, Orpheum Graz (ausverkauft). CD-Tipp: "September". Universal.












