Raubkunst kehrt nach Berlin zurück
Nach einer jahrzehntelangen Odyssee sind mehr als 40 spätantike Kunstgegenstände nach Berlin zurückgekehrt. Die Stücke waren nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion aus Berlin geraubt und 1958 fälschlicherweise an das Ägyptische Museum in Leipzig zurückgegeben worden. Dort lagerten sie lange unerkannt, ehe sie jetzt an das heutige Museum für Byzantinische Kunst zurückerstattet wurden.
"Es zeigt sich, wie gewinnbringend die Erforschung der Sammlungsgeschichte und Provenienzrecherchen sein können", sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, am Montag bei der Vorstellung der Objekte. Ihre Rückkehr sei ein großes Glück, weil Museen solche archäologischen Fundstücke angesichts der Vielzahl illegaler Waren kaum noch erwerben könnten.
Zu den besonders wertvollen Stücken gehören Museumsangaben zufolge vier spätantike Öllampen aus Ton, die aus Nordafrika stammen und Reliefs verschiedener christlicher Darstellungen tragen. Das Museum für Byzantinische Kunst hatte nach dem Krieg etwa die Hälfte seines Bestandes - rund 3.000 Objekte - an die Sowjetunion verloren. 1958 gab Moskau mehr als die Hälfte seiner in Deutschland geraubten "Beutekunst" an die damalige DDR zurück - darunter eben auch die Berliner Stücke an den falschen Adressaten in Leipzig.












