Schweinegrippe: 17 Fälle in Österreich
Ein Todesfall und 17 Erkrankte: Das H1N1-Virus kehrt zurück. Doch die H1N1-Grippe verläuft nicht schlimmer als andere Grippeformen auch.

Foto © APEine Impfung gegen die Schweinegrippe ist jetzt noch möglich
SALZBURG, GRAZ. Details sind zum tragischen Grippe-Tod eines 32-jährigen Urlaubsgastes in Hinterglemm (wir berichteten) bekannt geworden: Um vier Uhr früh in der Silvesternacht war noch ein Arzt in die Unterkunft des Deutschen gerufen worden - doch jede Hilfe kam zu spät. Der Urlauber aus dem Großraum München habe neben der Schweinegrippe an einer "chronischen Erkrankung" gelitten, aber bis zuletzt keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen.
Die Unterkunft soll nach dem Tod des Urlaubers zwei Tage lang geschlossen gewesen sein, auf den Pisten war der Mann nicht. Bezirkshauptfrau Rosemarie Drexler gab für die Region vorerst Entwarnung: "Die Inkubationszeit von fünf Tagen ist vorbei. Alle Personen, die mit dem Gast in Berührung gekommen sind, haben keine Symptome gezeigt."
Harald Kessler vom Institut für Hygiene warnt trotz des Todesfalls vor Panik: "Die H1N1-Grippe, die wir seit 2009 kennen, verläuft nicht schlimmer als andere Grippeformen. Problematisch wird es, wenn man zusätzlich an anderen Erkrankungen leidet." Kessler betont, dass man sich - wenn man keine Symptome verspürt - auch jetzt noch impfen lassen könne. In der aktuellen Grippesaison sind 17 Schweinegrippefälle in Österreich bekannt geworden.






