Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2012 15:53 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332436 Mitglieder | 527 online
Zuletzt aktualisiert: 04.01.2011 um 17:23 UhrKommentare

Saisonale Influenza von Schweinegrippe dominiert

Die Schweinegrippe - das Schreckgespenst der vergangenen Influenzasaison - ist wieder da. Während in Großbritannien einzelne Todesfälle verzeichnet werden, verläuft die Influenza A (H1N1-Virus) in Österreich derzeit äußerst harmlos.

Foto © AP

Drei Erkrankungsfälle im Dezember wurden laut Epidemiologischem Meldesystem (EMS) von Oktober 2010 bis 3. Jänner 2011 in Österreich registriert, hieß es aus dem Gesundheitsministerium am Dienstag. Todesfälle gab es in der Alpenrepublik bisher nicht. Die Schweinegrippe gilt heuer als saisonale Influenza.

Neben dem Virus A-H1N1, das heuer die Grippeerkrankungen dominiert, kursieren auch andere Erreger der Influenza A (H3N2) und B. Sie unterliegen - anders als die Schweine- und die Vogelgrippe (A-H5N1) - keiner Anzeige- bzw. Meldepflicht nach dem Epidemiegesetz. Ansteckungen mit Influenza B und dem A-H3N2-Virus werden daher nicht lückenlos erfasst und definitive Aussagen über die Zahl der Grippekranken und -toten sind nicht möglich.

Zustand vor der Erkrankung

"Jedes Jahr sterben an der saisonalen Grippe Menschen", erklärte dazu ein Ministeriumssprecher gegenüber der APA. Ausschlaggebend dafür sei der allgemeine Gesundheitszustand vor der Erkrankung, eine wichtige Maßnahme für einen guten Verlauf stelle der vernünftige Umgang mit dem Infekt dar. Einzelne Todesfälle - auch an der Schweinegrippe - wären daher "kein Grund für Hysterie". Laut Apothekerkammer sterben pro Jahr etwa 2.500 Personen an den Folgen einer Grippe, rund 380.000 erkranken und etwa 4.500 Personen müssen stationär behandelt werden.

Laut EU-Kommission (SANCO C3) werden Influenzaerkrankungen heuer hauptsächlich vom Schweinegrippe-Erreger verursacht. Während der Pandemiephase in Österreich - sie endete nach neun Monaten im März 2010 - starben daran 40 Personen. Bisher gebe es keine Evidenz einer Mutation des A-H1N1-Virus, hieß es in einem Kommissionspapier vom Montag. Ab Kalenderwoche 36 wurden EU-weit 39 mit Grippe in Zusammenhang stehende Todesfälle gemeldet. Drei davon standen nicht in Verbindung mit der Schweinegrippe. Mehr Kinder und junge Erwachsene als in vorhergehenden Grippesaisons scheinen von einer Ansteckung betroffen zu sein, so die Kommission.

Impfung laut Ministerium sinnvoll

Gemäß Hochrechnungen der Medizinischen Universität Wien erkrankten in der Bundeshauptstadt zuletzt pro Woche etwa 10.000 Menschen an Influenza, was noch nicht auf einen Beginn der Grippewelle schließen lässt. Ist man noch nicht erkrankt, ist eine Impfung gegen die Influenza auch jetzt noch sinnvoll, betonte das Ministerium. Die generelle Impfbereitschaft der Österreich lässt zu wünschen übrig: Laut Apothekerkammer lassen sich nur rund zehn Prozent der Erwachsenen und etwa 37 Prozent der ab 60-Jährigen gegen die saisonale Influenza immunisieren. Die diesjährige Grippeimpfung schützt gegen die beiden A-Viren H1N1 sowie H3N2 sowie B-Viren.


Zum Thema

Fragen und Antworten zur Neuen Grippe

 

Das Virus

Die Neue Grippe ist eine akut verlaufende Infektionskrankheit der Atemwege bei Hausschweinen. Diese wird durch porzine Influenzaviren verursacht, die dem Virussubtyp Influenza A angehören. Durch den Kontakt von porzinen und humanen Influenzaviren kann es bei Ausbrüchen von Neue Grippe zur Entstehung neuer antigenetischer Varianten kommen, die für das Tier oder den Menschen pathogene Eigenschaften besitzen.

 




Seitenübersicht

Zum Seitenanfang