57-jähriger Kärntner starb an Neuer Grippe
57-Jähriger gehörte keiner Risikogruppe an und galt als gesund. Nach Behandlung im LKH Klagenfurt wurde er ins AKH Wien überstellt.

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Im Wiener AKH ist am Dienstagabend ein 57-jähriger Kärntner an der Neuen Grippe gestorben. Der Mann war kein Risikopatient, galt als gesund und hatte keine Vorerkrankungen. An den ersten Grippesymptomen litt er kurz vor Weihnachten.
Der Mann lag bereits drei Tage mit Fieber und Husten zu Hause, bevor er am 25. Dezember ins LKH Klagenfurt eingeliefert werden musste. "Der Patient klagte über Schmerzen zwischen den Schulterblättern und im Brustbereich", sagt Rudolf Likar, Primar an der Abteilung für Anästhesie und allgemeine Intensivmedizin im LKH Klagenfurt. Dort stellte man eine beidseitige Lungenentzündung fest, außerdem konnte durch einen Abstrich eindeutig die Neue Grippe diagnostiziert werden.
"In den folgenden Tagen verschlechterte sich der Zustand des Mannes zusehends", erinnert sich Likar. Der 57-Jährige musste künstlich beatmet werden und wurde schließlich zur weiteren Behandlung ins AKH nach Wien überstellt. "Dort verfügen die Ärzte über große Erfahrungen im Umgang mit speziellen Geräten, die der Sauerstoffzufuhr dienen", erklärt Likar diesen Schritt. Zuvor war der Kärntner natürlich in Klagenfurt mit Virostatika und Antibiotika behandelt worden. Im AKH Wien verloren die Ärzte am Dienstag den Kampf um das Leben des 57-Jährigen.
In Kärnten gab es bis Anfang Jänner 108 gemeldete Neue Grippe-Erkrankungen. 45 Menschen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Likar empfiehlt eine Impfung gegen Neue Grippe derzeit in erster Linie Risikopatienten, auch wenn der 57-Jährige nicht zu dieser Gruppe gehörte. Laut ORF starb zu Weihnachten auch ein zweiter Kärntner an der Neuen Grippe. Der Transplantationspatient war aber schwer krank und zählte zur Risikogruppe.






