Impf-Chaos wegen Neuer Grippe in USA
Innerhalb von 90 Minuten waren alle Dosen des Impfstoffes aufgebraucht. 1.700 Menschen warteten teils vergeblich auf ihre Impfung. Auch in Deutschland wird geimpft.

Foto © APAEine US-Klinik konnte dem Ansturm nicht gerecht werden
In den USA ist es nach dem Beginn der Impfungen gegen die Neue Grippe in Washington zu einem Massenandrang auf eine Klinik gekommen. In einem Vorort der Hauptstadt warteten mehr als 1.700 Menschen teilweise vergeblich darauf, eine Dosis des Impfstoffes zu erhalten.
Innerhalb von 90 Minuten wurden alle Dosen des Impfstoffes verbraucht, der für Risikogruppen wie Schwangere, Kinder sowie Erwachsene mit Gesundheitsproblemen vorgesehen war. Der Andrang bestätigte die Erwartungen der amerikanischen Gesundheitsbehörden. Zuvor waren in den USA Sorgen laut geworden, dass die Mittel eventuell nicht sicher sein könnten.
In Österreich soll die Impfkampagne am 27. Oktober starten. In einem ersten Schritt werden mit rund 300.000 Impfdosen alle Beschäftigten im Gesundheitssektor geimpft, drei Wochen später soll der Rest der Bevölkerung an die Reihe kommen. Bevorzugt werden dabei Risikogruppen wie Schwangere und chronisch Kranke.
Streit um Ärztehonorare verzögert Impfung in Berlin
Wegen eines Streits über das Entgelt für Ärzte könnte sich der Beginn der Schweinegrippe-Impfung in der deutschen Hauptstadt Berlin verzögern. Der Senat wolle die Ärzte für die Impfung mit lediglich 5,50 Euro vergüten, berichtete die Berliner Tageszeitung "B.Z.". Für die Zweitimpfung solle es 4,50 Euro geben.
Damit wollten sich die Ärzte aber nicht zufrieden geben, zumal allein die Beratung der Patienten viel Zeit in Anspruch nehmen werde: "Das muss gerecht entlohnt werden", forderte die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Angelika Prehn.
Die Impfvereinbarung des Landes Berlin sehe für jede Einfach-Impfung normalerweise eine pauschale Vergütung von 7,10 Euro vor. "Der Senat hat versucht, das zu unterbieten. Das wurde von der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung abgelehnt", sagte Prehn der "B.Z." und betonte: "Wir führen die Impfung nicht durch." Die Impfaktion soll am kommenden Montag beginnen.






