Durban: Offizielle Schlussrunde auf Samstag verschoben
Die offizielle Schlussrunde der UN-Klimakonferenz in Durban ist auf Samstagvormittag vertagt worden. Wie am Freitagabend mitgeteilt wurde, soll die abschließende Plenarsitzung nicht vor 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MEZ) beginnen.
Während der Nacht waren zuvor weitere informelle Gesprächsrunden auf Ministerebene vorgesehen. Die Verhandlungen sind festgefahren, weil sich die Teilnehmer bislang weder auf ein Mandat für ein neues umfassendes Klimaabkommen noch über eine zweite Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokolls einigen konnten.
Nachdem ein erster Kompromissvorschlag der südafrikanischen Präsidentschaft der Konferenz auf breite Kritik gestoßen war, sollte in der Nacht ein überarbeitetes Papier vorgelegt werden. An dem ersten Text hatten besonders die EU sowie die kleinen Inselstaaten kritisiert, dass darin nicht ein rechtlich bindendes neues Klimaschutzabkommen als Ziel genannt wurde.
Ebenso wie andere Verbände rief auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace die in Durban versammelten Minister auf, keinen unzureichenden Entscheidungen zuzustimmen. "Ein schwaches Ergebnis ist schlechter als gar keins", sagte Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser. Auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte sich zuvor gegen "faule Kompromisse" gewandt, ebenso wie am Morgen EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard.






