25 Tote: Flüchtlingsdrama vor der spanischen Küste
Das Flüchtlingsschiff war auf dem Weg von Marokko nach Spanien. Bei dem Unglück sollen 25 der 54 Passagiere ertrunken sein. Vor allem die Unruhen in den arabischen Staaten haben zuletzt einen massiven Flüchtlingsstrom von Afrika nach Europa ausgelöst.

Foto © APADas Flüchtlingsdrama an den Grenzen Europas nimmt kein Ende
Vor der Küste Spaniens sind vermutlich 25 Flüchtlinge ertrunken. Nach Presseberichten ging ihr Schiff auf der Fahrt von Marokko nach Spanien vor Almeria unter. 29 Passagiere konnten noch gerettet werden, von den 25 anderen fehlte am Freitag jede Spur. Seit den Unruhen in Tunesien und Libyen versuchten Tausende Menschen nach Europa zu fliehen. Besonders betroffen ist die Mittelmeerinsel Lampedusa, hier landen fast täglich Boote aus Nordafrika. Seit Jahresbeginn trafen auf der Insel mehr als 25.000 Menschen ein, vor allem aus Libyen und Tunesien.
Italien stellte Touristen-Visa aus
Italien war vom Flüchtlingsstrom völlig überfordert und hatte den Wirtschaftsflüchtlingen aus Tunesien Touristen-Visa ausgestellt, mit denen diese auch in andere Schengen-Länder ungehindert einreisen konnten. Da die meisten Migranten Frankreich zum Ziel hatten, kam es zwischen Italien und Frankreich zu einen Zwist. In der Folge hatten Italien und Frankreich gemeinsam EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso aufgefordert, Änderungen am Schengen-Vertrag mit einer leichteren Wiedereinführung von Grenzkontrollen zumindest temporär zu ermöglichen.
Grenzkontrollen wieder möglich
Die EU-Kommission will angesichts der Flüchtlingsandrangs die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen europäischen Staaten erleichtern. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström wollte am Mittwoch in Brüssel keine konkreten Aussagen zu einer Schengen-Reform treffen, doch gehe es darum, "gewisse Schwächen" zu beseitigen. Sie sprach von der Möglichkeit, Mechanismen für Grenzkontrollen einzuführen.











