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Zuletzt aktualisiert: 07.02.2011 um 17:47 UhrKommentare

Universal-Impfung in Aussicht

Ein neuer Impfstoff gegen Grippe könnte in Zukunft sämtliche Varianten der Krankheit abdecken und damit die jährliche Spritze überflüssig machen. Eine Routine-Impfung wird in Aussicht gestellt.

Foto © Fotolia I Zielinska

Der neue Wirkstoff bekämpfe die stets gleichen Proteine im Inneren der Grippeviren statt wie derzeitige Substanzen die wandlungsfähigen an der Außenhülle, berichtete die britische Zeitung "The Guardian" am Montag. Ein Forscherteam der Universität Oxford habe den Impfstoff erstmals an Menschen getestet. Weitere Studien sollen folgen.

Dem Zeitungsbericht zufolge kann es Jahre dauern, bis die Substanz eine Zulassung bekommt. Doch die Forscher sind hoffnungsvoll, wie ein Sprecher des beteiligten Jenner Instituts in Oxford bestätigte, an dem der Impfstoff entwickelt wird.

Als Routine-Impfung möglich

"Es könnte zu einer Routine-Impfung wie bei anderen Krankheiten wie etwa Tetanus werden", sagte Studienleiterin Sarah Gilbert dem "Guardian". Derzeit müssen jedes Jahr neue Impfstoffe für die Grippesaison entwickelt werden, weil sich die Virenhülle so schnell wandelt. Da der neue Stoff an den stabileren inneren Proteinen der Viren ansetze, könnte das in Zukunft überflüssig werden.

Bei der bisherigen Impfung gehe es vor allem darum, den Körper zur Produktion von Antikörpern gegen die Grippeviren zu aktivieren. Der neue Stoff hingegen rege die sogenannten T-Zellen an, die ebenfalls ein wichtiger Teil des Immunsystems sind.

Bei der Studie mit 22 Freiwilligen wurde die eine Hälfte der gesunden Studienteilnehmer mit dem herkömmlichen und die andere mit dem neuen Stoff geimpft. Dann wurden alle Teilnehmer mit Grippeviren infiziert. Ergebnis: Die Geimpften hatten mehr und aktivere T-Zellen als die Ungeimpften, und es erkrankten weniger von ihnen an Grippe. Auch die Stärke der Symptome wurde verglichen. Um herauszufinden, wie schlimm der Schnupfen war, wurden sogar benutzte Papiertaschentücher auf ihren Schleimgehalt gewogen. Gilbert hat die Studie bei einem Fachjournal eingereicht.


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