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Zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 um 12:52 UhrKommentare

Was tun gegen Wechselbeschwerden?

Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Gewichtszunahme - die Wechseljahre bringen so manche Frau aus dem Gleichgewicht. Mehr über Ursachen, Beschwerden und mögliche Therapien.

Foto © Fotolia: Peter Atkins

Rund um das 50. Lebensjahr erlöschen bei der Frau die Eierstockfunktionen. Es ist ein ganz natürlicher Lebensabschnitt, der in einem Drittel der Fälle allerdings von starken Beschwerden begleitet wird. Ausgelöst werden diese durch die Änderung des Hormonhaushaltes. Progesteron, Gestagen und Östrogen, die weiblichen Sexualhormone, werden vermindert produziert, Eisprünge seltener bis sie schließlich ganz ausbleiben.

Erste Anzeichen

Nicht bei allen Frauen sind die Beschwerden gleich stark. Rund ein Drittel der Frauen tritt ohne große Probleme in die neue Lebensphase ein. Den Beginn der Menopause zeigen unregelmäßige Blutungen, Spannungsgefühle in der Brust, Reizbarkeit, Kopf- und Bauchschmerzen während der Periode sowie Wassereinlagerungen am ganzen Körper an. Sicherheit, ob Sie sich der Menopause nähern, kann eine Hormonstatusmessung geben, die beim Gynäkologen durchgeführt wird.

Weitere Beschwerden im Visier

Die hormonelle Umstellung kann noch weitere Beschwerden, einerseits körperlicher und andererseits psychischer Natur, nach sich ziehen. Nicht alle Frauen leiden jedoch unter allen angeführten Krankheitsbildern gleichermaßen. Besonders betroffen sind alle Schleimhäute (Scheide, Mund, Augen) des Körpers. Reizungen der Hornhaut, Zahnfleischbluten, brennende Schmerzen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Sexualverkehr sind die Folge. Letztere werden oft durch "weniger Lust an Sex" fehlinterpretiert.

Körperlich bemerkbar macht sich der sogenannte "Wechsel" auch durch Röte an Gesicht, Hals und Oberkörper, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Haarausfall, Hautveränderungen, Gewichtszunahme, Gliederschmerzen, Herzrasen und Schlafstörungen, die zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit führt.

Psychische Auswirkungen der Menopause sind teils starker Leistungsabfall, Depressionen und Schwermütigkeit, Nervosität und Stimmungsschwankungen. Die Beschwerden dauern im Durchschnitt zwischen zwei bis vier Jahre.

Welche Therapien helfen?

Für gewöhnlich stellt sich der Körper innerhalb weniger Jahre auf die neue Hormonsituation ein. Bei stark ausgeprägten Beschwerden kann der Facharzt aber verschiedene Therapien verschreiben. Die Möglichkeiten reichen von der Einnahme von künstlich hergestellten Hormonen oder Phytohormonen (pflanzlich) bis hin zur Behandlung mit homöopathischen Mitteln. Eine Hormontherapie im klassischen Sinn birgt jedoch auch immer ein erhöhtes Krebsrisiko. In diesem Fall muss der Nutzen besonders abgewogen werden. Als pflanzliche Hormone sind Präparate aus Mönchspfeffer, Traubensilberkerze, Soja und Rotklee gebräuchlich. Lachesis, Pulsatilla und Sepia haben sich in der Homöopathie bewährt. Der Besuch eines Facharztes sollte der erste Schritt im Kampf gegen die Beschwerden sein.

Welchen Einfluss hat der Lebensstil?

Frauen, die sehr schlank sind, rauchen und viel Alkohol trinken, treten oft jünger in die Menopause ein. Gleichzeitig sind Tabak- und Alkoholkonsum auch Faktoren, welche die Beschwerden während des "Wechsels" erhöhen können. Diese einzudämmen oder ganz zu stoppen kann helfen. Sport und Bewegung im Allgemeinen helfen dem Körper die Hormonumstellung leichter zu "verdauen". Diese und eine gesunde Ernährung (v. a. Kalzium, Vitamin D) können der oftmals mit dem Klimakterium einhergehenden verstärkten Neigung zur Osteoporose vorbeugen. Stress sollte generell vermieden oder mit Hilfe von Entspannungsübungen entgegengewirkt werden.

Ernährung nach TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass die Probleme im Wechsel dadurch entstehen, dass Nierenenergie und Nierenessenz abnehmen. Die richtige Ernährung nach TCM kann Abhilfe schaffen.

Barbara Jauk

Die Phasen des Wechsels

Prämenopause: Die Hormonproduktion (Progesteron, Gestagen und Östrogen) verringert sich mit ca. 40 bis 45 Jahren.

Menopause: Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation. Danach erfolgt keine ovariell ausgelöste Blutung mehr.

Perimenopause: Wird auch als "Wechsel" bezeichnet. Die Phase liegt ein bis zwei Jahre vor und nach der eigentlichen Menopause und kann von Beschwerden geprägt sein.

Postmenopausale Phase: Phase der ovariellen Ruhe, keine Menstruation mehr seit mindestens sechs bis zwöl Monaten. Der Körper hat sich auf die hormonelle Umstellung eingestellt.

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