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Zuletzt aktualisiert: 29.12.2010 um 17:11 UhrKommentare

Influenza im Anrollen - Experten raten zur Impfung

Die saisonale Influenza - könnte schon bald auch in Österreich im Anrollen sein. Offizielle Stellen sprechen Impfempfehlungen aus.

Foto © Fotolia: EastWest Imaging

Die Influenza wird 2010/2011 offenbar vor allem verursacht durch das Pandemievirus A(H1N1), A(H3N2) sowie ein Influenza B-Virus. Die Magistratsabteilung 15 (Gesundheitsdienst) der Stadt Wien empfahl deshalb am Mittwoch in einer Aussendung "all jenen Personen, die noch keinen Impfschutz haben, dies noch nachzuholen". Das könne man sowohl über die kommunalen Stellen als auch bei niedergelassenen Ärzten tun.

"Die epidemiologische Überwachung der Influenza-Aktivität in Europa zeigt den Beginn der Influenza-Welle in Europa an. Das derzeit am meisten betroffene Land ist Großbritannien, von wo auch erste Berichte über schwer verlaufende Fälle, vor allem bei jüngeren Altersgruppen, gemeldet werden", hieß es in der Aussendung. In Österreich sei derzeit noch keine erhöhte Influenza-Aktivität zu verzeichnen. Aber gerade deshalb, so die Experten: "Es ist daher auch jetzt noch sinnvoll, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Insbesondere Personen mit chronischen Grunderkrankungen, wie etwa mit Atemwegs-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen oder immungeschwächte Personen, aber auch Betreuungspersonen sowie Angehörige von besonders gefährdeten Personen sollten die Impfmöglichkeit nützen."

10.000 Neuererkrankungen errechnet

Der Grippemeldedienst der Stadt Wien kalkuliert bereits seit Oktober aus den wöchentlichen Daten der an dem System mitarbeitenden Ärzte den Verlauf der Neuerkrankungen an grippalen Infekten und Grippe. Für die Vorwoche wurden rund 10.000 Neuerkrankungen in Wien errechnet. Dieser Wert ist noch kein Hinweis auf den unmittelbaren Beginn der Grippewelle in Wien.

Von den errechneten 10.000 Neuerkrankungen entfielen 3.400 auf die Gruppe der bis zu 14 Jahre alten Kinder, 6.300 auf die Gruppe der 15-bis 64-Jährigen und 300 auf die über 65-Jährigen. "In dieser Grippesaison rechnen wir erst zu Beginn des neuen Jahres mit einem verstärkten Anstieg der Neuerkrankungen", berichtete die Leiterin der Epidemievorsorge der MA 15, Jana Stirling.

Im Jahr 2009 war bereits im November ein massiver Anstieg der Erkrankungsrate zu beobachten. Grund dafür war das neue Influenza-Virus A(H1N1).


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