Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2012 01:40 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332394 Mitglieder | 32 online

Bezirks- und Gemeindesuche

Stefan Lekas: Ein friedvoller Vorkämpfer Viktor Plank: Sportlicher Musiker mit viel Herz Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärntner des Tages Nächster Artikel Stefan Lekas: Ein friedvoller Vorkämpfer Viktor Plank: Sportlicher Musiker mit viel Herz
Zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 um 19:51 UhrKommentare

Den Film ständig im Visier

Gabriele Kranzelbinder (43) mit dem von ihr produzierten Film "What is love" bei der diesjährigen Berlinale mit dabei. Nur einer von vielen Erfolgen.

Foto © Privat

Als Filmproduzentin kann man schon Abenteuer erleben: In Lapland etwa kam Gabriele Kranzelbinder (43) bei einer Locationsuche einem Rentier ganz schön nahe (siehe Foto rechts). Bei Dreharbeiten zu dessen neuen Dokumentation "We come as friends" durfte sie mit Hubert Sauper - er war bekanntlich 2006 mit "Darwin's Nightmare" für den Oscar nominiert - den Sudan vom Hubschrauber aus erleben. Und 2002 war eine Oscar-Verleihung selbst das große Abenteuer: Da war sie in Los Angeles im Kodak-Theater mit dabei, und zwar als Produzentin von Virgil Widrichs oscarnominierten Kurzfilm "Copy Shop".

Gabriele Kranzelbinder hat einfach eine gute Nase für den Film. Kein Wunder also, dass die gebürtige Klagenfurterin auch bei der Berlinale, die am Donnerstag eröffnet wird, mitmischt: Sie hat Ruth Maders Film "What is Love" produziert, der in Berlin im Forum sowie am Europäischen Filmmarkt gezeigt wird.

Feuer gefangen

Dabei kam die begeisterte Bergsteigerin eher spät zum Film: Die Anwaltstochter versuchte es erst mit der Juristerei. Während des Gerichtsjahres schnupperte sie ins Filmgeschäft und "fing so richtig Feuer", so Kranzelbinder, die ihre ersten Erfahrungen unter anderem als Regie- und Produktionsassistentin machte. Eine ihrer ersten eigenen Arbeiten entstand gemeinsam mit dem Kärntner Regisseur Thomas Woschitz - eine Freundschaft, die bis heute fruchtet: "Universalove" wurde 2009 mit dem renommierten Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Zwei Projekte mit Woschitz sind derzeit in Arbeit.

Den Sprung in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Filmfirma hat die leidenschaftliche Köchin nie bereut: "Ich greife gerne selbst an, übernehme freudig Risiken, wenn ich dafür auch selbst die Freiheit zum Gestalten habe." Und immerhin ist sie als Produzentin von der Stoff- und Drehbuchentwicklung über die Finanzierung und Kalkulation, die Produktion (wie etwa die Bereitstellung des benötigten Materials) bis hin zur Fertigstellung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Filmes verantwortlich.

Künstlerischer Anspruch

Mittlerweile gilt ihre Wiener Firma als Spezialist für Arthouse-Filme (künstlerisch anspruchsvolle Autorenfilme), denn das "kann ich richtig gut", so Kranzelbinder selbstbewusst: "Für mich steht der künstlerische Anspruch im Vordergrund - und natürlich möchte ich mit meinen Filmen auch das dafür größtmögliche Publikum erreichen."

Ihre eigene Liebe zur Kärntner Heimat ist übrigens ungebrochen: Sie besucht regelmäßig Klagenfurt und bringt gerne ihren Lebenspartner und ihre Freunde mit: "Die Natur in Kärnten, der Wörthersee, die Berge - das ist Luxus." Außerdem schätzt sie das "hohe kreative Potenzial im Land", ein Potenzial, auf das sie gerne zurückgreift. Aktuell bei einem Projekt gemeinsam mit Bernd Liepold-Mosser, dessen Film "Zuhause in der Niemandsbucht" über Peter Handke und Griffen bei der Diagonale seine Uraufführung erleben wird. Auch einen Wunsch Richtung Heimat deponiert sie gerne: "Es gehört dringend eine Kärntner Filmförderung eingerichtet."

Natürlich beobachtet Kranzelbinder auch das internationale Kinogeschehen. Und welche Filme haben sie da zuletzt begeistert? "George Clooney ,The Ides of March - Tage des Verrats' sowie Lars van Triers ,Melancholia'", verrät sie. Und ergänzt: "Anschauen!" Letzteres gilt selbstverständlich auch für die Filme aus Kranzelbinders Hand.

MARIANNE FISCHER

"What is love"

"What is love", ein Film von Ruth Mader, wird am 12. Februar bei der Berlinale uraufgeführt.

Inhalt: Der Film porträtiert in dokumentarischen Miniaturen unterschiedliche Protagonisten von der Waldbesitzerfamilie bis zur Fabriksarbeiterin und stellt die Frage nach dem Lebenssinn.

Kinostart: 30. März

Kärnten > Feldkirchen

Gewitter
Feldkirchen
min: 11° | max: 23°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

Kärntner des Tages gesucht

Wir suchen Ihre Vorschläge! Kennen Sie jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

 

Babys aus Kärnten



Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang