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Manfred Berger trifft mit Tradition ins Schwarze
Manfred Berger (52) aus Himmelberg ist neuer Chef der Kärntner Schützen.

Foto © KKIm Zivilberuf arbeitet Manfred Berger als Autoverkäufer. Jetzt steht er 500 Schützen vor
Treffen sich zwei Schützen - beide tot." Den kannte Manfred Berger noch nicht. "Witze, die speziell auf Schützengarden zugeschnitten sind, kenne ich eigentlich keine", gibt der Autoverkäufer aus Himmelberg zu. Muss er nicht, zumal dieser alte Schmäh eigentlich mit zwei Jägern erzählt wird. Dafür weiß der neue Landesobmann der Kärntner Bürger- und Schützengarden bestens über die Tradition der Uniformierten Bescheid.
"Die Schützengarden stammen aus der Franzosenzeit, als die Bürger ihre Dörfer noch selbst beschützten. Wir tragen jetzt die Uniformen, die die Franzosen zurückgelassen haben." Und die trägt Berger seit 1986 mit Stolz. Damals ist er der "uniformierten Schützengarde Himmelberg" beigetreten, weil er die Tradition erhalten wollte. Seit 2002 ist er auch Obmann des Vereins, der nicht nur kirchliche Veranstaltungen mit Salutschüssen umrahmt, sondern auch jährliche Schützenwettbewerbe ausrichtet, bei denen ausnahmsweise scharf geschossen wird. Dort erschießen sich die Schützen sogenannte "Schützenschnüre", die in Grün, Silber oder Gold als Abzeichen getragen werden.
Berger, selbst Träger der "silbernen Schnur", macht sich um den Nachwuchs ein wenig Sorgen. "Die Jugend wandert eher in andere Vereine wie die Feuerwehr ab." Allerdings bemerkt Berger bei den Schützentreffen, bei denen sich einmal im Jahr alle neun Kärntner Vereine und rund 500 Schützen zusammenfinden, großes Interesse auch von jugendlichen Zuschauern.
Sein eigener Nachwuchs macht ihm hingegen Freude: Tochter Linda Sophie (9) schoss sich bei einem Osterschinken-Schießen auf den dritten Platz. "Schinken gab es keinen, aber ich habe mich trotzdem extrem darüber gefreut", sagt Berger, der gerne mit dem Rad auf den Großglockner fährt.









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