Klamminger, Graz
Heute auf ein Schnitzerl: Traditionell, aber gar nicht verstaubt.
Gefüllte Erbsen mit Thunfischmousse haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber gefülltem Paprika mit Tomatensoße. Sie zählen in der Steiermark nicht zur Alltagsküche von Müttern und Omas. Mit Krautfleckerl, Wienerschnitzel, saurem Rindfleisch, Frittatensuppe und Backhendel treten Wirte gegen gelernten Geschmack an. Und gegen diesen kulinarischen Code ist sehr viel schwerer anzukochen als gegen moderne Küche, denn nirgends schmeckt es besser als zuhause.
Eines der Lokale, die sich seit 1928 auf Traditionsküche einpendeln, ist das Gasthaus Klamminger in Graz. Seit dem Auszug der Pächterfamilie Krenn im vergangenen Jahr, wird nun seit Jänner wieder versucht, Lieblingsgerichte auf den Tisch zu bringen. So gibt es etwa als Tagesgericht gefüllte Paprika mit Püree (8,70 Euro), an denen auch Oma eine Freude gehabt hätte. Nach bewährter Hofkeller- Manier liest man die Speisen von Schiefertafeln ab, und dann kommteine Lieblingsspeise nach der anderen daher. Der Rindfleischsalat (6,70 Euro) ist zart mariniert, die Rucolacremesuppe (4,50 Euro) würzig. Leider ist das Eierschwammerlrisotto aus, dafür gibt?s cremiges Spinatrisotto und Speckbohnen zum Almo (29,80 Euro), der ohne groß nachzufragen medium serviert wird und damit perfekt ist. Auch das Cordon bleu (11,90 Euro) ist, wie es sein soll – außen knusprig, innen reichlich gefüllt. Nachspeisen wie Marillenknödel (5,20 Euro) mussman fast reservieren, sonst hat man abends das Nachsehen. Bleibt noch, die feine Wein- und Single- Malt-Auswahl zu erwähnen.















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