In einer Nacht um die Welt
Toga traf Steirerhut: Rund 3000 Gäste tanzten beim 13. Multikultiball durch die Karl-Franzens-Universität in Graz.
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E s war ein positives und vor allem kunterbuntes Signal, das von Graz aus um den ganzen Erdball geschickt wurde. Rund 3000 Besucher aus aller Welt feierten gestern Nacht beim Multikultiball in der Karl-Franzens-Universität das große Fest des Miteinanders. "Wir wollen dazu motivieren, auch im Alltag für Toleranz und Zivilcourage einzutreten", erklärte Claudia Unger, die als neue Leiterin des Afro Asiatischen Instituts erstmals gemeinsam mit Rektor Alfred Gutschelhofer als Gastgeberin fungierte. Unger setzte übrigens auch modisch ein Zeichen für die Multikulturalität: Sie trug ein von Kuba inspiriertes Kleid.
Feurige Klänge aus Venezuela, Gaumenfreuden aus Afrika, Tanz aus Brasilien - die Balltiger reisten in nur einer Nacht um die ganze Welt. Und das für einen guten Zweck. Der Reinerlös fließt nämlich auch heuer wieder in ein Stipendienprogramm für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika.
Der Ehrengast des Abends wurde schon beim VIP-Empfang in der Aula feierlich begrüßt. Renate Winter, Richterin am Sondergerichtshof Sierra Leone, machte sich in Graz für das Schicksal von Kindersoldaten stark. "Wir unterstützen mit einem Programm ehemalige Kindersoldatinnen in Afrika, indem wir ihnen nähen, stricken und schneidern beibringen. So können sie sich selbst ernähren", erklärte Winter ihr Engagement. Mit ihr kam der Menschenrechtsexperte Alphonsus B. M. Gbanie.
Unter den Gästen: Diözesanbischof Egon Kapellari, Ministerin Beatrix Karl, die Landesrätinnen Kristina Edlinger-Ploder, Elisabeth Grossmann und Bettina Vollath, Ex-Afro-Chefin Astrid Polz-Watzenig, Caritas-Präsident Franz Küberl, Hochschulseelsorger Alois Kölbl, Montanuni-Rektor Wolfhard Wegscheider, TU-Chef Hans Sünkel sowie Uni-Vizerektorin Irmtraud Fischer. Die Eröffnung moderierte Schauspieler Michael Ostrowski.
Mit der "Multikulti-Card 2010" wurde Kamdem Mou Poh a Hom, Leiter des Afrikazentrums "Chiala' Afriqas", für seine Verdienste um den Dialog der Kulturen ausgezeichnet.














