Tuntenball 2010: Paradiesvögel im Tanzfieber
Nackte Haut, schräge Kostüme und eine Kampfansage: 2500 Besucher tanzen beim 21. Tuntenball in Graz.

Foto © ScheriauAuch mit dabei: "Life Ball"-Organisator Gery Keszler
Es ist die schrägste Ballnacht des Jahres: Beim 21. Tuntenball verpassen 2500 Paradiesvögel dem Grazer Congress einen regenbogenfarbenen Anstrich. Viel nackte Haut und verrückte Kostüme, so lautete die Kleidervorschrift des schillernden Treibens, das heuer unter dem Motto "Revolution im Wunderland" stand. "Die Deko hat ein Vermögen gekostet", schnaufte Organisator Marko Scherngell, der als Goldhäschen anhopste. Die Mühen lohnten sich: Mit dem ersten Besuch von "Life Ball"-Organisator Gery Keszler, der sich den Ball einmal aus nächster Nähe anschauen wollte, wurde dem Tuntenball quasi der Ritterschlag der Veranstaltungsszene verpasst. Und auch sonst waren die Gäste weit gereist: Italien, Deutschland, New York, keine Distanz schien dem verrückten Publikum zu weit. Aus Moskau kam das Disco-Duo Baccara, bestehend aus Maria Mendiola und deren Nichte Laura Mendiola, das die Mitternachtseinlage singen wird.
Etwas Irritation schwang beim Partyvolk aber mit: Parallel wurde nämlich im Dom im Berg zum 1. Bunten Ball geladen. "Wir sehen uns nicht als Konkurrenzveranstaltung. Zumindestens noch nicht", meinte dessen Organisator Jürgen Steiner. Im nächsten Jahr will er nämlich die Stadthalle mieten, internationale Stargäste laden und 12.000 Karten auflegen. Auch dann wieder am selben Tag wie der Tuntenball. Die "Kampfansage" nahm "Mister Tuntenball" gelassen und mit einem höflichen Lächeln hin: "Ich nehme das als Kompliment und wünsche nur das Beste."















