Planspiele voll Aberwitz und Absurditäten
Über "metaphysische Bananenschalen" rutschen die zwei Paare in Marius von Mayenburgs "Perplex" im Grazer Theater im Keller durch Szenen von Tod und Sex, nordischen Nächten und existenziellen Irrlichtern.

Foto © Theater im Keller"Elchtest" für Alexander Kropsch in der Groteske "Perplex"
2010 auf der Berliner Schaubühne uraufgeführt, legt das Theater im Keller unter präziser Regie von Gogo Nachtmann eine spitzenmäßige österreichische Erstaufführung hin. Für Andrea Schramek, Alexander Kropsch, Eva Weutz und Alfred Haidacher wie maßgeschneidert. In Anlehnung an Albee, Ionesco, Darwin und Platons Höhlengleichnis schrammt die Groteske beim verzwickten Spiel im Spiel herrlich surreal an der Wirklichkeit vorbei.
Ob homoerotische Elchpaarung auf dem Kostümfest, "genetisches Casting" oder "Nazi-Absteige", das grandiose Quartett wechselt im Planspiel mit Verve die bürgerlichen Beziehungsspielarten und landete bei der Premiere in der Grazer Münzgrabenstraße einen Vulkanausbruch der Begeisterung.









