TU-Rektor Kainz: "Steigflug wird fortgesetzt"
Amtsübergabe: Künftiger TU-Rektor Harald Kainz setzt auf Teamarbeit.

Foto © FuchsHarald Kainz
GRAZ. Ginge es im österreichischen Hochschulwesen so zu wie im Pressegespräch an der Technischen Universität Graz, gäbe es kaum Probleme. Der seit acht Jahren amtierende Rektor Hans Sünkel übergab seinem Nachfolger "einen blühenden Garten", Kainz will mit seinem vierköpfigen Vizerektoren-Team "den Steigflug kontrolliert fortsetzen".
Sünkel verwies auf die Erfolge seit 2003: um 50 Prozent mehr Studierende - 12.000 derzeit aus 80 Ländern -, eine Verdreifachung der extern geworbenen Mittel, 3000 wissenschaftliche Publikationen allein im Jahr 2010, die Nummer eins bei den Patenten, solide finanzielle Rücklagen. Das Miteinander mit der Uni Graz, der Politik, der Industrie sei eine "wunderbare Situation".
Harald Kainz, der Schlag Mitternacht am 30. September sein vierjähriges Amt antreten wird, will weiterhin "die österreichische Wissenslandschaft beeindrucken". So sollen alle Master- und PhD-Studien auf Englisch umgestellt werden, um damit Spitzenstudenten aus dem Ausland anzulocken und heimischen Studenten eine gute Basis zu geben. Man werde weiterhin "in Teamarbeit" in den fünf Forschungsfeldern Stärken beweisen und gezielt die Zusammenarbeit mit 10 bis 15 der Topuniversitäten der Welt suchen.
Könnte er Studiengebühren einheben, würde Kainz das obere Limit (500 Euro) wählen. Kritik übt er an der Studieneingangsphase, die für TU-Studenten "nicht der richtige Weg" sei.








