Smartphones: Gefahr durch Werbebanner
Betrüger verrechnen Abos, die der Handy- nutzer nie bestellt hat.

Foto © Reuters
Es passiert unbewusst und kann teure Folgen haben. Der Smartphone-Nutzer lädt sich eine neue, kostenlose Applikation auf das Telefon und aktiviert diese. Später drückt er auf einen der kleinen Werbebanner, über die sich die meisten Gratis-Apps finanzieren. Während er die aufploppende Werbung wieder wegklickt, werden im Hintergrund, vom Nutzer unbemerkt, schon eindeutig zuordenbare Daten von ihm an die Anbieter des Werbeinhalts gesendet. Diese stellen dem Mobilfunkanbieter Kosten für ein angeblich abgeschlossenes Abo des Kunden (zum Beispiel für Klingeltöne) in Auftrag. Der Mobilfunkanbieter addiert es zur monatlichen Telefonrechnung - und fertig ist der Betrug, im Fachjargon "WAP-Billing" genannt.
"Diese Fälle treten im Moment in Österreich vermehrt auf. Bis zu 60 Euro werden dabei im Monat zusätzlich abgebucht", erklärt Bettina Schrittwieser, Konsumentenschützerin bei der steirischen Arbeiterkammer. Sie rät den Kunden, genauer auf Telefonrechnungen zu achten und den Kontakt zum Handyanbieter zu suchen. "Sollte der Betrag für das ungewollte Abo trotzdem nicht ausgebucht werden, kann man bei der Telekom-Regulierungsbehörde ein Schlichtungsverfahren beantragen", so Schrittwieser weiter. Denn rechtskräftig ist ein Vertrag ohne Widerrufsrecht und eindeutiger Zustimmung des Handynutzers nicht.











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