"Garteln" mit Herkunftsgarantie
Die Kärntner wollen auch bei Blumen und Pflanzen zunehmend wissen, woher sie kommen. Ein Umstand, den die Gärtner für sich nutzen müssen: Sie kämpfen gegen die harte Konkurrenz der Ketten.

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W oher kommt mein Schnitzel? Ist das Schulheft aus wiederverwertetem Altpapier? Das Konsumverhalten der Kärntner wird immer bewusster. Auch die Herkunft von Balkonblumen oder Jungpflanzen ist den Leuten zunehmend nicht mehr einerlei - man kocht hochwertiger, versorgt sich mit Genussvollem aus der Region. Es ist wieder "in", die Natur vor der Haustür zu haben. Und Bernhard Wastl, Obmann des Verbandes der Kärntner Gärtner, konstatiert zufrieden: "Die Verweildauer im Garten wird wieder länger."
Harter Kampf
Das Qualitätsbewusstsein wollen die rund 100 produzierenden Betriebe in Kärnten nun verstärkt für sich nutzen. "Wir haben schwer zu kämpfen mit Konkurrenzprodukten aus Baumärkten und Lebensmittelhandel. Etliche Betriebe haben Nachwuchssorgen", sagt Verbandsgeschäftsführerin Gabriele Schrott-Moser. "Daher verstärken wir unser Marketing heuer in Richtung heimische Qualität." Motto: "Da blüht Ihnen was."
Die Gärtner, die sich auf ihrer morgigen Jahreshauptversammlung wieder auf die bevorstehende Saison einschwören, setzen vor allem auf Balkon, Beet und Terrasse - Produkte dafür sind mit über 40 Prozent die größten Umsatzbringer der Branche.
Es blüht blau
Eine Innovation ist hier das sogenannte "Naschgemüse", das bis zum Produzenten rückverfolgbar ist: vorgezogene Tomaten, kleine Gurken und Paprika für Topfkulturen - und somit für jedermann, auch für Hobby-Naschkatzen ohne Gartenerfahrung. Auch Kräuter und Hochbeete sind ein Thema.
Die Trends heuer: bei den Blumen die Farbe blau. Bei den Beeten bleibt die gemischte Bepflanzung sehr beliebt.












