Magna-Opel-Deal: Entscheidung muss fallen
Wieder gibt's für Magna in Sachen Opel-Übernahme einen Stichtag: Am dritten November muss in der Nervenschlacht endlich eine Entscheidung her.

Foto © ReutersSigi Wolf und Carl-Peter Foster beim Grazer Automobilforum
Der Andrang war riesig bei der gestrigen Eröffnung des elften Grazer Automobilforums. Im Vordergrund stand jene Geschichte, die die Branche bereits seit vielen Monaten beschäftigt: Die gemeinsame Übernahme von Opel durch Magna und russische Partner. Eine scheinbar unendliche Geschichte. In Graz zugegen waren zwei Schlüsselpersonen des Deals: Magna-Chef Sigi Wolf und der künftige Chef von "Opel Neu", Carl-Peter Forster. Eigentlich, so dachte man bereits wiederholt, sollte die Übernahme längst über die Bühne gebracht worden sein. Eigentlich. Zweimal wurde die - vermeintliche - Einigung bereits verkündet.
Doch das Board (der Vorstand) von General Motors wird am kommenden Dienstag, 3. November, noch einmal in der Causa zusammen treten. Und könnte den Deal doch noch kippen. Daran glauben Wolf und Forster jedoch nicht. "Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen, es muss eine Entscheidung fallen", betont Wolf im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Warum aber wollen die GM-Verantwortlichen noch einmal über den Deal abstimmen? "Das ist ein sehr komplexer Vertrag, die eine oder andere Kleinigkeit hat sich seit der letzten Entscheidung noch geändert", so Wolf. Es gehe auch um die extrem wichtige europäische Technologie, so Forster. So gäbe es bei GM das eine oder andere Board-Mitglied, das diese Frage noch einmal aufwirft. "Wir hoffen auf eine neuerliche Bestätigung und sind zuversichtlich." Danach müsse man jedoch rasch zum endgültigen Abschluss (Closing) schreiten.
Forster räumt ein, dass das letzte Jahr "extrem nervenaufreibend" war. "Hut ab vor unseren Mitarbeitern. In anderen Betrieben hätten wohl Teerfässer gebrannt und Proteste vor den Werkstoren stattgefunden." Fest stehe, dass sich die Mitarbeiter eine Lösung wünschen. "Denn eines ist klar: So kann es nicht weitergehen."
Wolf betonte abermals, dass das Zulieferer-Geschäft strikt von Opel getrennt werde, Opel müsse ja auch wirtschaftlich geführt werden: "Magna bleibt Magna und Opel bleibt Opel." Jedenfalls werde Opel vom russischen Markt als Wachstumsmarkt erheblich profitieren.
Die Magna-Standorte in der Steiermark sollen auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Konzern einnehmen: "Wir sind hier sehr, sehr gut aufgestellt und verpflichtet, Standorte in unseren Regionen zu erhalten und Erweiterungsmöglichkeiten zu nützen", so Wolf.
















-Anzeigen